Von Beat Wyttenbach (Text und Bilder)

Rund 1900 Franken für Selbsthilfe-Projekt gesammelt

«Hilfe als Selbsthilfe» als Ziel: Dies ist das Motto des Bildungsprojekts «Frauen und Primarschüler lernen Handwerk» im ugandischen Dorf Kanoni. Frauen und Jugendliche erlernen unter dem Patronat der anglikanisch geführten Schule St. Apolo handwerkliche Fertigkeiten, um sich mit der Herstellung nützlicher Produkte wirtschaftlich selber helfen zu können (wir berichteten). Die drei römisch-katholischen Pfarreien Gunzgen, Hägendorf-Rickenbach und Kappel-Boningen; die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Untergäu sowie die christkatholische Kirchgemeinde Region Olten luden deshalb am 10. März in den Gemeindesaal der reformierten Kirche Hägendorf ein, um gemeinsam einen Suppentag durchzuführen und mit dem Erlös besagtes Projekt zu unterstützen. Das Projekt wurde vom christkatholischen Pfarrer Kai Fehringer kurz vorgestellt. «Es bringt nichts, einen Brunnen zu bauen oder Gegenstände zu kaufen, die man nicht reparieren kann. Unterstützten Sie deshalb dieses Projekt der Hilfe zur Selbsthilfe», appellierte Fehringer im Namen der drei Landeskirchen an die Anwesenden.

Anlass war gut besucht

Der Umstand, dass der Suppentag zum 80. Mal durchgeführt wurde, dürfte wohl mit dazu beigetragen haben, dass rund 170 Gäste aller Generationen, auch viele Familien, an diesem Jubiläumsanlass teilnahmen. Mehr als 20 Helferinnen und Helfer standen am Vortag zwecks Vorbereitung sowie am Anlasstag selber bereit, um den Besucherinnen und Besuchern den Aufenthalt im Kirchgemeindehaus so angenehm wie möglich zu gestalten. Hafercrème-Suppe, Schweins- und Wienerwürstchen, Brot und Getränke sorgten dafür, dass niemand die Veranstaltung hungrig und durstig verlassen musste. Auch die teils von den Gästen im Vorfeld selbst gebackenen Kuchen zum Kaffee fanden reissenden Absatz.

Cornelia Berger, die Hauptverantwortliche des ökumenischen Suppentags, zog denn auch eine positive Bilanz. «Es herrschte eine gute, angenehme Stimmung, und es konnten viele bereichernde Gespräche geführt werden», resümierte sie. Mit zum Erfolg beigetragen hatten im Übrigen auch die Mitarbeitenden des Hägendörfer Claro-Ladens, die ebenfalls im Saal des Kirchgemeindehauses einen Stand betrieben und zehn Prozent des Erlöses spendeten. Der gute Besuch schlug sich denn auch finanziell nieder: Rund 1900 Franken kamen für das Projekt «Frauen und Primarschüler lernen Handwerk» zusammen. «Es war eine gelungene und seit langem wieder überdurchschnittlich gut besuchte Veranstaltung», zeigten sich Berger, aber auch das ganze Helferteam, hoch erfreut.

Voranzeige: Der nächste ökumenische Suppentag findet am Samstag, 3. November, wiederum von 11 bis 13.30 Uhr im reformierten Kirchgemeindehaus Hägendorf statt.