Fünf Monate lang standen in Attiswil 57 Kunstobjekte im Blickfeld der Öffentlichkeit – nun fliesst einfach wieder der Bach durchs Dorf und der Bachstrasse entlang in Richtung Siggern und Aare. Der „KUNSTfluss 2015“ ist Geschichte und wird bei allen Beteiligten und Besuchern in guter Erinnerung bleiben.

«Wir haben festgestellt, dass die Leute immer weniger ins Museum kommen, um Kunst zu sehen. Darum kamen wir auf die Idee, die Kunst hinaus zu den Leuten zu bringen», hatte Nicole Rebholz Ingold, die Co-Präsidentin des Vereins Museum Attiswil, Ende Mai vor der Eröffnung des diesjährigen Kunstwegs zu Medienvertretern gesagt. Und bei der Finissage vom 25. Oktober durfte sie feststellen, dass dieses Konzept - wie schon 2011 bei „Kulturundum“ und 2013 bei „tierischGUT“ - erneut aufgegangen ist. Während der extremen Hitzewelle von Ende Juni/Anfang konzentrierten sich die Besuche vor allem auf die Abendstunden. Doch zu Beginn der Ausstellung und vor allem in den Monaten September und Oktober herrschte täglich viel Betrieb entlang des Kunstwegs.

4000 bis 5000 Besucher
Mitglieder von Vereinen und anderen Organisationen nutzten die Gelegenheit, den Rundgang mit einem Sommer- oder Herbsttreffen zu kombinieren. Wie schon bei früheren Kunstwegen bot sich auch vielen Attiswilern die Gelegenheit, eines oder sogar mehrere Treffen im Familien- und Freundeskreis zu organisieren. Regelmässig waren entlang den Ausstellungsobjekten auch Besucher mit Bikes oder Roller Skates anzutreffen. Nach vorsichtigen Schätzungen gehen die "KUNSTfluss"-Organisatoren von 4000 bis 5000 Besuchern aus.

Profitiert vom Kunstweg haben auch die lokalen Gastwirtschaftsbetriebe, die Einkaufsläden, das Bipper-Lisi - und letztlich auch der Name bzw. die Marke „Attiswil“. „Wir hatten keine Ahnung, was für ein schönes Dorf Attiswil ist“, mussten sogar seit Jahren im Bipperamt oder im angrenzenden Kanton Solothurn wohnhafte Besucher eingestehen. Sie kannten das Dorf bisher nur aus der Sicht der Umfahrungsstrasse.

Nicole Rebholz dankte an der Finissage den zahlreich erschienenen Kunstschaffenden, den Organisationen, Firmen und Personen, die den Museumsverein mit Bar- und Sachspenden unterstützt hatten sowie den Landbesitzern aus Attiswil, die seit Jahren ihre Gärten und ihr Land für die Präsentation der Kunstobjekte zur Verfügung stellen.

Anlässe bis Ende Jahr
Die Pause nach dem Abräumen des Kunstwegs ist kurz: Bereits am Wochenende vom 7./8. November stellt Heidi Affolter aus Solothurn im Museum Attiswil Acrylbilder aus (jeweils 14-17 Uhr). Vom 13.-15. November findet der beliebte Koffermarkt statt und vom 17. November bis 7. Dezember präsentierem Andreas Loosli und Renate Wiedmer aus Wangen a.A. Keramikobjekte und Acrylbilder in Mischtechnik. Mehr Infos unter www.museum-attiswil.ch