Es war Aldo Botta’s  60. Segeltörn, als er kürzlich mit 16 Frauen aus den Regionen Thal-Gäu, Solothurn, Basel, Aargau, Luzern und Oberaargau in See stach. Zugleich war es sein 20-Jahr-Jubiläum. In all diesen Jahren ist es dem Stüsslinger mit seinen Tenn-Törns gelungen, in Holland, Deutschland und Frankreich, tolle und spezielle Segelwochen für Männer, Frauen, Paare und Vereine durchzuführen. Es sind Seberen und Seberinnen, wie die Teilnehmenden vom Scheffseber Botta in Abwandlung des Wortes „Seebär“ genannt werden. Zusätzlich kommen der Koch Ewald Frey, Kampfobererensmutje, der Chauffeur Kurt Stutz, Kampfobererenschofför und heuer Benno Müller, Erenhilfssmutje, dazu. Kurt Stutz fuhr den Frowenpower-Club, wie sich die Seberinnen nennen, gewohnt sicher nach Lemmer, wo der Zweimaster „Gaia“ mit Skipper Rob und Matin Franzi bereits wartete. Smutje Ewald zückte vor dem Einkaufsladen seine ausgeklügelten Einkaufslisten und kurze Zeit später war die Schiffsküche  mit den notwendigen  Lebensmitteln bestückt. Nach der Einführung der Matin in die Segelkunst und dem Üben der wichtigsten Knoten konnte das Abenteuer beginnen. Der Einstig war grandios. Mit Windstärke 7 und unter allen fünf Segeln wie Besansegel, Hauptsegel, Fock, Aussen- und Innenclüver nahm die flotte Fahrt den Landratten schier den Atem. Im Laufe der abwechslungsreichen Woche erkundeten die Frowen die schönen Städtchen Enkhuizen,  Medemblik mit dem eindrücklichen Dampfmaschinenmuseum  und die westfriesische Insel Texel. Mit den in Holland allgegenwärtigen Velos besuchten einige das „Ecomare“, wo gestrandete Seehunde und Schweinswale aufgepäppelt werden. Andere spazierten am schönen Nordseestrand oder vergnügten sich im Hauptstädtchen Den Burg. Mit der Rückfahrt der Gaia Richtung Stavoren, wo bei viel Sonnenschein aber weniger Wind an Bord relaxt werden konnte und den Kanalfahrten Johan Frisosluis und Prinses Margrietsluis ging eine tolle Segelwoche zu Ende.

 Veronika Sigrist, Laupersdorf