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Den Dialog suchen

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BPW im Dialog mit Glutz AG in Solothurn

„Ich komme gerade aus einem Land zurück, wo eine Frauenquote für Verwaltungsräte in grösseren Unternehmen von 30% beschlossen wurde. Es ist Deutschland!“, begrüsste der Geschäftsführer der Glutz AG, Peter Riedweg, die anwesenden Berufs- und Geschäftsfrauen am Freitagabend in seiner Firma.

Anlässlich des *Equal Pay Day, der dieses Jahr am 9. März stattfand, besuchten die Business und Professional Women BPW die Firma Glutz AG in Solothurn. Ganz gemäss Leitbild der BPW „Wir sind die Partnerinnen für Wirtschaft und Politik, um Unternehmen und Organisationen durch die Beteiligung von Frauen erfolgreicher zu machen“, ist es dem Club wichtig, den Dialog zu suchen und eine konstruktive Zusammenarbeit zu beginnen. So wurden Themen wie Lohngleichheit, Quoten und die Herausforderungen der Rekrutierung von Frauen in technischen Berufen mit Geschäftsleitung und Kader diskutiert.

Lohngleichheit anstreben

Seit 1863 ist die Glutz AG mit hochwertigen Produkten aus Schweizer Produktion auf dem Markt. Was einst mit der Herstellung von Schlössern und Bändern begann, hat sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem umfassenden Produkte- und Dienstleistungsangebot von Schliesstechnik Im Zu- und Austrittsbereich entwickelt. Heute präsentiert sich Glutz als international renommierter Lösungspartner.

Lohngleichheit wird nur erreicht, wenn auch die Unternehmen ihre Lohnstruktur stetig kontrollieren und anpassen. Längerfristig zahlt es sich aus, Lohnungleichheiten aufzudecken und zu korrigieren, nicht nur aus der Sicht des Unternehmens, sondern auch aus volkswirtschaftlicher Sicht.

„Die Sensibilisierung der Geschäftsleitungen und des Kaders zu Lohngleichheit ist wichtig, damit die Frauen die gleichen Chancen erhalten“, betont Astrid Späti, Präsidentin von BPW Solothurn. Mit gezielter Förderung der Frauen gelang es der Glutz AG, zwei Frauen für Kaderfunktionen zu gewinnen, davon eine im technischen Bereich. Das Ziel von Geschäftsführer Peter Riedweg, mehr Frauen in die Geschäftsleitung zu bringen, begrüssen nicht nur die BPW, sondern ist zukunfts- und leistungsorientiert. Es ist schon seit längerem bekannt, dass gemischte Teams kreativer und wirtschaftlicher arbeiten. Ein dynamisches Unternehmen trotzt auch dem starken Franken.

Teilzeitarbeit für Männer bringt Chancengleichheit

„Nicht die Förderung der Frauen in Teilzeit müsst ihr fördern, sondern die Teilzeitarbeit für Männer, dann dreht sich der Spiess automatisch!“ ruft Peter Riedweg ins Plenum und da hat er gar nicht so unrecht.

„Wir sind auf gutem Weg, wenn wir den Dialog mit den Solothurner Unternehmen finden und gezielte Massnahmen umsetzen können“, so Astrid Späti. Unterstützung im Bestreben nach Lohngleichheit gebe es sogar auf höchster Ebene. „Der Bundesrat, zu dessen Legislaturzielen die Lohngleichheit gehört, kündet die Vorbereitung eines Instruments zur Kontrolle der Lohngleichheit bei den Arbeitgebern noch für diesen Frühling an“, freut sich die BPW-Präsidentin.

„If we have faith, vision and courage, accomplishment must come“ (wenn wir den Glauben und den Mut für unsere Ziele haben, wird sich der Erfolg einstellen). Zitat von Lena Madesin Philipps, Gründerin von BPW.

*Frauen verdienen in der Schweiz 18,9 Prozent weniger als Männer. Sie müssen somit bis zum 9. März  arbeiten, um für gleichwertige Arbeit denselben Lohn zu erhalten, den Männer schon am 31. Dezember  in der Tasche haben. Frauen verdienen nicht weniger, weil sie weniger leisten, sondern weil sie für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt werden. Deshalb gibt's den Equal Pay Day, den Tag für Lohngleichheit von Frau und Mann. Der Equal Pay Day findet auf Initiative von Business and Professional Women (BPW) Switzerland statt

Astrid Späti
Präsidentin BPW Club Solothurn

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