Der Vorstand der BDP Kanton Solothurn durfte am Samstag, 22. Oktober 2016, die Delegierten der BDP Schweiz im Velodrome Suisse in Grenchen begrüssen. Die Delegierten fassten unter anderem die „Nein“-Parole zur eidgenössischen Volksabstimmung vom 27. November 2016 „Für einen geordneten Ausstieg aus der Atomenergie“ und verabschiedeten eine Resolution zur RASA. Der Präsident der BDP Kanton Solothurn machte zudem in seiner Rede eine klare Ansage: „Die BDP Kanton Solothurn setzt alles daran, am 12. März 2017 ihre zwei Sitze im Kantonsrat zu verteidigen“.

„Nach den Wahlen ist vor den Wahlen“ zitierte der BDP Kantonalpräsident Markus Dietschi in seiner Eröffnungsrede. Er machte den 102 anwesenden Delegierten der BDP Schweiz klar, dass die BDP Kanton Solothurn bereit ist, den schweizweiten Abwärtstrend der Partei zu stoppen. Die BDP Kanton Solothurn werde alles daran setzen, ihre zwei Sitze zu halten und mit etwas Glück noch einen Sitz dazu zu gewinnen. 

Unter den 102 Delegierten aus der ganzen Schweiz fanden auch Alt-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und Alt-Bundesrat Samuel Schmid den Weg ins imposante Velodrome nach Grenchen. Der Präsident der BDP Schweiz, Martin Landolt, machte in seiner Rede klar, dass ein bürgerlicher Fortschritt nur mit Kompromissen zu erreichen sei. Als Beispiele fehlender Kompromissbereitschaft nannte er die Beratung der Altersvorsorge 2020 und der Energiestrategie 2050. „Die Energiestrategie 2050 hätte durchaus noch als gut schweizerischer Kompromiss bezeichnet werden können, was auch an der Schlussabstimmung im Parlament noch sicht- und spürbar war.“, meinte Landolt in seiner Rede. Inzwischen wurde aber das Referendum angekündigt, was grundsätzlich nicht weiter stören müsste. Denn wer ernsthaft glaubt, das Schweizer Volk stehe nicht hinter einer bürgerlichen Energiewende mit einem geordneten Atomausstieg, der müsse mit dem Ausdruck Volksnähe in Zukunft etwas sparsamer umgehen. 

Die Delegierten fassten anschliessend deutlich die „Nein“-Parole zur Volksinitiative der Grünen „Für einen geordneten Ausstieg aus der Atomenergie“. Davor erläuterte Ständerat Werner Luginbühl die Energiestrategie 2050 und die Strategie Stromnetze. Ein weiterer Höhepunkt war die Präsentation über einen Gegenvorschlag zur RASA des Thinktanks „foraus“ (Forum Aussenpolitik) in Form eines Konkordanzartikels. Nationalrat Hans Grunder sprach im Weiteren über die Beziehung Schweiz – EU, worauf die Delegierten einstimmig einer Resolution zustimmten. Diese verlangt vom Bundesrat die Erarbeitung eines verfassungskonformen Gegenentwurf zur RASA-Initiative.

Die Delegiertenversammlung der BDP Schweiz fand nun bereits zum dritten Mal im Kanton Solothurn statt.