Aedermannsdorf

Danke sagen für die reichen Gaben

megaphoneLeserbeitrag aus AedermannsdorfAedermannsdorf
Frauen, Männer und Kinder der Trachtenvereinigung Thal trugen, begleitet von Jodelklängen, in Weidenkörben Früchte, Obst, Gemüse, Getreide, Brote, Zöpfe und Sonnenblumen in die Kirche von Aedermannsdorf. Foto:  Rudolf Schnyder

Frauen, Männer und Kinder der Trachtenvereinigung Thal trugen, begleitet von Jodelklängen, in Weidenkörben Früchte, Obst, Gemüse, Getreide, Brote, Zöpfe und Sonnenblumen in die Kirche von Aedermannsdorf. Foto: Rudolf Schnyder

Mit einem ökumenischen Gottesdienst feierten der Pastoralraum Dünnernthal und die Reformierte Kirchgemeinde Thal in Aedermannsdorf das Erntedankfest. Für einmal war die grosse Kirche in Aedermannsdorf fast vollbesetzt, nicht nur mit Leuten aus dem Dorfe, sondern auch mit Leuten aus anderen Thaler Dörfern von Laupersdorf bis Gänsbrunnen. Männer, Frauen und Kinder der Trachtenvereinigung Thal, eingekleidet in festlicher Tracht, trugen in Weidenkörben Früchte, Obst, Gemüse, Getreide, Brote und Zöpfe zum mit Sonnenblumen geschmückten Altar. Begleitet wurden sie dabei von den Klängen des Naturjodels "Balmbärg-Jodel". Priester Dr.Dr. Basil Okeke (römisch-katholisch) und Pfarrer Edi Bolliger (evangelisch-reformiert) hiessen alle zum ökumenischen Gottesdienst willkommen. "Wir freuen uns auf den Gottesdienst, wo wir Gott für die reichen Gaben Danke sagen. Danke auch für die Sonne, den Regen, die fruchtbare Erde und den Frieden in unserem Land", erwähnte der aus Nigeria stammende Priester Basil Okeke und er segnete danach gemeinsam mit Pfarrer Edi Bolliger (Welschenrohr) die vor dem Altar hingelegten Feldfrüchte. Nach dem Dankgebet, dem gemeinsam gesungenen Lied "Nun danket alle Gott" und der Lesung erfolgte die Predigt von Pfarrer Edi Bolliger. "Nennt mir sieben typische Früchte aus unserer Gegend, dem Thal?" fragte er die Gläubigen im weiten Rund der Kirche. Heute würden wir nämlich zu jeder Jahreszeit Früchte aus der ganzen Welt konsumieren, sie von weit her zu uns transportieren lassen und wir würden manchmal die eigenen Früchte dabei fast vergessen. Er mahnte, wir sollten bescheidener sein und zu den Nahrungsmitteln Sorge tragen, denn rund ein Drittel der kostbaren Lebensmittel gingen heute wegen Verschwendung verloren und dies sei nicht nachhaltig. "Die Öko-Systeme haben einen Kipp-Punkt und dieser wird wegen der menschlichen Eingriffe in die Natur bald erreicht werden. Wenn Du satt bist, nimm Dich in Acht, dass Du nicht hochmütig wirst", mahnte Edi Bolliger.

Heimatliche Jodelklänge

Der Jodlerklub Falkenstein Balsthal (Leitung: Christof Zurbuchen) sang Jodellieder aus der bekannten Jodelmesse von Jost Marty wie "Herrgott, mir stönd vor dir", "Dir Herr wei mer singe", "Heilig isch der Herr" und "Mit dim Säge" sowie das "Unser Vater" und "Bärgandacht" von Reto Stadelmann. Die heimatlichen Klänge wurden in sehr reinem Klang, stimmlich ausgewogen und in wundervoller, den sakralen Raum ausfüllender Harmonie vorgetragen. Die Trachtenleute Madeleine und Hans Probst-Flury aus Laupersdorf trugen die Fürbitten vor. Anschliessend an den Gottesdienst traf sich die Festgemeinde draussen vor der Kirche zu einem von den Landfrauen und der Pfarreigruppe Aedermannsdorf vorbereiteten Apéro mit Bauernbrot, Zopf und Speckbrot, und es gab viele interessante Gespräche unter Thalern.

Von Rudolf Schnyder

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