Alle zwei Jahre werden die Seniorinnen und Senioren ab 70 Jahren von der Gemeinde zu einem ganztägigen Ausflug eingeladen. Man könnte meinen, wenn man so nahe am Verkehrsknotenpunkt Olten wohnt, sei man in der Schweiz schon überall gewesen. Und doch hat jemand noch eine Lücke gefunden, die für die meisten Teilnehmer noch wenig bekannt war. Ruedi Staiger hat die Gemeinde bei der Organisation des diesjährigen Ausflugs tatkräftig unterstützt und eine Reiseroute ins Zürcher Oberland zusammengestellt.

Vier Cars, der Firma Goldstern Reisen AG transportierten die 161 Personen vorerst nach Wetzikon zum unverzichtbaren Kafi/Gipfeli-Anlass, dann zum Bahnhof Hinwil. Hier stand ein Dampfzug bereit, mit Lokomotive und Wagen, weit über 100 Jahre alt. Eigentlich alles schon fast veraltet als die Teilnehmenden noch Kinder waren. Aber die meisten Seniorinnen und Senioren hatten die dritte Klasse mit den Holzbänken noch erlebt, wonach Kindheitserinnerungen geweckt wurden.

Die Fahrt nach Bauma im Tösstal führte durch eine Gegend, die beim beginnenden Industriezeitalter eine wichtige Rolle spielte. Die von uns befahrene Bahnlinie wurde vom damals bedeutenden Industriellen Adolf Guyer-Zeller erbaut, der damit seine Baumwoll-Spinnerei an das aufkommende Schienennetz anknüpfen wollte. Am Zielbahnhof Bauma standen die Cars wieder für uns bereit. Zuvor aber lohnte es sich, vom Perron aus die ausrangierten und liebevoll restaurierten Personen-und Güterwagen auf den Abstellgleisen zu bestaunen.

Es folgte eine kurze Carfahrt auf die Hulftegg. Hier konnte man gleichzeitig auf drei Kantone

stehen, nämlich Zürich, Thurgau und St. Gallen (aber wer hat schon drei Beine?). Die Reisenden erfreuten sich hier aber an etwas anderem, alle hatten nämlich Hunger und Durst. Sie durften ein perfektes Mittagessen geniessen. Wer nahe an einem Fenster sass konnte anfangs noch die Aussicht bewundern, aber bald war davon immer weniger zu sehen. Dichte Wolken und Regen prägten den Rest des Tages. Nur wenige Unentwegte wagten noch einen Spaziergang mit dem Regenschirm.

Schlussendlich musste die Heimreise angetreten werden. Die Landschaft hat hier durchaus ihre

Reize. Aber der Stau auf der Autobahn hätte unsere Nerven strapaziert, wenn wir selber am Steuer gewesen wären. Unsere Chauffeure aber nahmen es gelassen und sorgten für gute Laune. Wenn auch später als geplant, so erreichten alle wohlbehalten unser Dorf und beendeten das Programm bei einem Imbiss im Restaurant Perbacco.

Der Gemeinderat dankt abschliessend allen Beteiligten, welche zum guten Gelingen des Anlasses beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt Ruedi Steiger für die Ausflugsidee sowie die grossartige Mithilfe bei der Organisation.