Nachdem die Spatengemeinschaft Däniken im vergangenen Jahr aufgelöst wurde, hat der Däniker Gemeinderat die Einwohnerschaft am 1. Januar 2014 erstmals zum traditionellen Neujahrsapéro eingeladen. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Apéros gingen die Däniker Verantwortlichen neue Wege und entschieden sich für eine Open-air-Veranstaltung. Treffpunkt war und wird auch bei den folgenden gleichartigen Veranstaltungen ein historischer Ort im Dorf sein. Den Anfang machte das neue Geschäftshaus «Herrenmatt» beim Kreisel. Um 17.30 Uhr versammelte sich dort eine grosse, interessierte Schar Dänikerinnen und Däniker.

Marianne Frei, Däniker Chronistin, zeichnete in kurzweiliger Art die Geschichte von Däniken. «Däniken gibt es erst seit ca. 200 Jahren. Damals bildete der Ort noch kein eigentliches Dorf. vielmehr bestand Däniken aus einzelnen Weilers wie Neu-Bern, Hagnau, Chrisental, Eich und andere.» Sie erklärte in Kurzform die politischen Begebenheiten zu jener Zeit, deren Entwicklung und Veränderungen. «Die Ost-West-Verbindung stellte damals eine wichtige Rolle dar. Als dann die Eisenbahn hinzu kam, siedelte auch bald einmal Industrie und Gewerbe an». Marianne Frei zog mit ihrem interessanten Ausführungen die Zuhörerschaft völlig in ihren Bann. Männiglich vernahm viel Unbekanntes bis hin zum Bau des Kreisels.

Danach pilgerten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hinauf zum Gemeindehaus. Auf dem Vorplatz wartete heisse Suppe, Wienerli mit Brot, Punsch und verschiedene Getränke auf die Besucher.

Nach einer ersten Stärkung ging Gemeindepräsident Gery Meier ans Mikrofon. «Eine gute Neujahrsansprache hat einen guten Anfang und ein gutes Ende. Beide sollten möglichst dich beieinander liegen» begann er seine Neujahrsbotschaft. «Der heutige Neujahrsapéro ist schlicht und einfach. Er soll die Bevölkerung zum Anstossen zusammenbringen auf ein gutes und gesundes Neues Jahr 2014.» Er erklärte, dass er keine lange Ansprache und vor allem keinen Rückblick auf das politische Geschehen in unserem Land, im Kanton und unserer Gemeinde halten werde.

«Wenn ein neues Jahr anbricht,» fuhr Gery Meier fort, «machen viele Menschen eine Standortbestimmung. Dabei erweisen sich folgende Fragen als wertvoll: Wie zufrieden bin ich generell? Wie zufrieden bin ich beruflich? Wir zufrieden bin ich, was die Politik anbelangt? Wie zufrieden bin ich mit meinem Privatleben? Was will ich noch bewegen? Woraus kommt es mir im Leben wirklich an? Fragen über Fragen. Die Antworten dazu muss jede und jeder für sich selber geben. Wenn wir allerdings die Astrologen fragen, steht uns ein stürmischer Jahreswechsel bevor. Sonne und Merkur stehen im Spannungsfeld von Uranus und Mars. Auch Jupiter ist mit von der Partie und der steht in Opposition zu Merkur und Sonne und die mögen sich nicht leiden... Danach müsste der Start ins neue Jahr stress- und konfliktgeladen sein. Ich hoffe, Sie spüren, wie ich, nicht davon. Ich wünsche Ihnen allen im neuen Jahr mehr Miteinander als Gegeneinander. Was ich Ihnen auch wünsche ist Wärme – nicht nur Herzenswärme.» Mit diesen Wärmewünschen kam er auf das für alle bereitliegende Geschenk zu sprechen. «Es ist ein Wärmepad, das mehrmals gebraucht werden kann. «Damit Sie sich die Finger nicht verbrennen erhalten Sie dazu eine Gebrauchsanweisung. Freuen wir uns auf ein tolles, glückliches, herzens wärmendes und farbenfrohes neues Jahr 2014»

Am Schluss seiner Neujahrsgrüsse las der Gemeindepräsident seiner Zuhörerschaft eine kleine Geschichte vor:

Damit die Menschen glücklich werden eröffnete in unserem Dorf eine liebenswürdige ältere Person einen «Supermarkt des Glücks». Ein Ehepaar kam in diesen Supermarkt:

«Wir hätten gerne einen Strauss Lebensfreude, einen riesigen Korb voller Gesundheit, einen Sack voll gefüllt mit Gelassenheit, dazu eine grosse Portion Energie und Taten- drang. Was wir auch noch möchten ist ein bisschen Ruhe und Stille für uns beide. Und natürlich, soviel wie wir tragen können, nehme wir vom Glück!»

Die Verkäuferin antwortete «Bitte bedienen sie sich! Die Regale sind voll davon.»

Darauf fragte die Frau die Verkäuferin: «Könnten wir unsere Traurigkeit und Sorgen vielleicht umtauschen für etwas Sonnenschein und Herzenswärme?“ «Aber selbstverständlich» meint die Verkäuferin. «Geben Sie ihre Sorgen und Traurigkeit einfach vorne an der Kasse ab. Sie sind schliesslich hier im ‘Supermarkt des Glücks’!

«Was sagt uns diese kleine Geschichte?» fragte Gery Meier.

«Wir wünschen uns doch alle nichts sehnlicher als etwas Glück, Gesundheit, Lebensfreude und hie und da auch die nötige Gelassenheit, Ruhe und Stille. Traurigkeit und Sorgen sollen im neuen Jahr 2014 in den Hintergrund rücken. Sonnenschein und Herzenswärme macht uns alle zufrieden und glücklich. Es sind nicht die materiellen Dinge die uns glücklich machen! So wünsche ich im neuen Jahr Ihnen allen ihren eigenen Supermarkt des Glücks“.