Ab sofort kann man im Wald der Bürgergemeinde Lohn den „Chrüter Oski-Weg“ begehen. Und dazu kam es so: Zum zweiten Mal war Oskar Marti alias Chrüter Oski zu Gast bei der Bürgergemeinde Lohn. Und erneut vermochte der Pionier der Naturküche und Vertreter der Schweizer Spitzengastronomie mehr als 150 Personen mit auf einen Waldgang zu nehmen.

Mit grosser Lust und kulinarischem Können zeigte der Referent den Waldgängern auf, was uns die Natur gerade im Frühling zu bieten hat. So zum Beispiel Brennnesselblätter, die sich mit Erdnussöl frittieren und sich dann besonders gut schmecken lassen. Oder Sauerampfer oder Sauerklee, welche mit Erdbeeren ein treffendes Dessert geben. Dann empfahl der Gourmetkoch die Knospen des Bärlauchs, welche sich zu Kapern verarbeiteten lassen. Schliesslich wies er darauf hin, dass sich Schlüsselblumen und Löwenzahn besonders gut für Tee und vorzügliche Melasse eignen. Oskar Marti empfahl auch Sirupe aus Tannenschösslinge und Holunderblüten oder Capuns aus Lindenblättern herzustellen, um in der Küche frühlingshafte Akzente aus der Natur zu setzen. So zelebrierte der Gastronom der Extra-Klasse seinen Waldrundgang im Lohner Wald so, dass er treffend vermitteln konnte, dass kein Kraut und kein Unkraut aus Wald und Feld ihm zu gering ist, für einen Ehrenplatz im Küchenreich.

Schliesslich wurde im oberen Bärenmoos der Bürgergemeinde Lohn ein Weg auf den Namen des ehemaligen Spitzenkochs der Moospinte (Münchenbuchsee) getauft. Oskar Marti  übernahm dabei die Prosecco-Taufe gleich selbst. Der „Chrüter Oski-Weg“ erinnert nun an seine unvergesslichen beiden Exkursionen für die Bürgergemeinde Lohn. Zudem ist es Oskar Marti auf dieser Exkursion treffend gelungen, den Frühling im Wald einzufangen und seinen Reichtum an Gaben, Wachstum, Düften und Stimmungen treffend und könnend an die begeisternden Teilnehmer/-innen weiter zu geben.