Wer einen Waldbestand wirtschaftlich sinnvoll bewirtschaften möchte, landet früher oder später beim sogenannten „Z-Baum-Konzept“. Das Konzept folgt der Überlegung, dass dicke Bäume in späteren Jahren in der Regel teurer verkauft werden können als dünnere derselben Qualität.

Die Behördenmitglieder der Bürgergemeinde Lohn haben kürzlich im Rahmen eines Ausbildungslehrganges unter Leitung von Daniel Schmutz, Förster des Forstreviers Wasseramt, in den hiesigen Waldungen eine Auslesedurchforstung mit Z-Bäumen (Zukunfts-Bäumen) durchgeführt. Nach einer ausführlichen Instruktion wurden durch die Anwesenden Z-Bäume in einem Mischbestand der Bürgergemeinde Lohn im Alter von knapp 30 Jahren ausgewählt und gekennzeichnet. Für einmal war es also nicht der Förster, welcher die zu fördernden Bäume auslas, sondern Funktionäre der Bürgergemeinde Lohn. Dass bei dieser Auslese schliesslich einem Mischwald den Vorzug gegeben wurde, überraschte selbst den Förster als Instruktor nicht. Eine der wichtigsten Erkenntnis bei dieser spannenden Übung war, dass individuelle Vorlieben für bestimmte erhaltenswerte Baumarten, oder besonders skurril oder attraktive gewachsene Bäume problemlos in das in den Waldungen der Bürgergemeinde Lohn erst seit kurzem angewandte forstliche Z-Baum-Konzept integriert werden konnte. Für die Behördenmitglieder war diese Weiterbildung eine spannende, diskussionsgeladene und nachhaltige Angelegenheit, die es früher oder später unbedingt zu wiederholen gilt.