Schönenwerd

Bühlkino Schönenwerd: Zwei Tolle Filmabende

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Der gehörlose Théo findet als erster den Zugang zu seinem Opa.

Der gehörlose Théo findet als erster den Zugang zu seinem Opa.

Die Crew des Bühlkinos Schönenwerd bietet auch dieses Jahr ein Open-Air-Filmerlebnis für Kinofreunde aus der Region Unteres Niederamt. Wer einen Kinoabend in lockerer Atmosphäre erleben möchte, hat dazu am 14. Und 15. August auf dem Bühl in Schönenwerd dazu Gelegenheit. Zwei Filme stehen auf dem Programm, die bei Einbruch der Dunkelheit gezeigt werden. Schon vor der Vorführung der Filme kann man sich verpflegen und sich damit für einen – oder zwei – Abende die Hausarbeit ersparen. Der Eintrittspreis ist mit zwölf Franken moderat und der guten Organisation des Anlasses angemessen.

Ein englischer und ein französischer Film kommen zur Vorführung. Am Freitag, 14. August, das Drama

Philomena (Vereinigtes Königreich 2013)

Der englischen Krankenschwester Philomena Lee (Judi Dench) wurde zur Entbindung ihres unehelichen Kindes im damaligen streng katholischen Irland in ein Kloster geschickt. Nach der Geburt musste sie vier Jahre im Kloster «Zwangsarbeit» leisten. Das Kind aber wurde zur Adoption freigegeben. Philomenas Tochter Jane erzählt die Geschichte einem ehemaligen BBC-Reporter, der nach anfänglichem Zögern bereit war, dem Schicksal des Knaben nachzugehen. Im Zuge der Recherche findet sich die Spur des Jungen, der aber bereits verstorben war. Immerhin konnte festgestellt werden, dass das uneheliche Kind eine Karriere als Präsidenten-Berater gemacht hatte. Weil Philomena ihren Sohn nicht mehr persönlich kennenlernen konnte, entschliesst sie sich, wenigstens seinen Lebensweg zu erforschen. Dieser Weg erhellt sich nach und nach, und nach der endgültigen Aufklärung gibt Philomena ihrem Mitstreiter Martin Sixsmith (Steve Coogan) die Erlaubnis, ihre tragische Geschichte zu veröffentlichen. – Der Film beruht auf einer wahren Geschichte. Er erhielt seit seiner Weltpremiere im August 2013 elf Auszeichnungen und sieben Nominierungen. Sicher ein sehenswertes Werk.

Am Samstag, 15. August, folgt die Komödie

Ein Sommer in der Provence

Die Eltern von Léa, Adrien und dem gehörlosen Théo haben sich kurz vor den Ferien getrennt. So kommt es, dass die drei zusammen mit ihrer Grossmutter im Zug nach Avignon sitzen, um anschliessend ihre Ferien in der Provence zu verbringen. Den Grossvater Paul (Jean Reno) haben sie noch nie gesehen, da das Verhältnis zu seiner Tochter sehr schlecht ist. Es ergeben sich im Laufe der Zeit immer wieder Zusammenstösse zwischen den Kindern und ihrem Grossvater. Als erster findet der gehörlose Théo Zugang zum mürrischen Alten. Nach und nach legen sich die Antipathien etwas. Ob es zu einer nachhaltigen Versöhnung kommt, sei hier nicht verraten. – Eine unterhaltsame Filmkomödie, die auf jeden Fall auch zum Nachdenken anregen kann. Der Besuch lohnt sich auf jeden  Fall.

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