Das Paul Gugelmann-Museum in Schönenwerd zeigt in einer Sonderausstellung mechanische Skulpturen. Die britischen Künstler Paul Spooner und Andy Hazell präsentieren speziell für diese Ausstellung geschaffene Werke.  

Paul Spooner

Der Künstler wurde 1948 in Preston, England geboren. Er absolvierte eine Ausbildung am Lancaster College of Art, wo er schon Uhren und Dampfmaschinen aus Holz herstellte. Danach folgte ein Kunst- und Design-Studium mit Spezialisierung auf mechanische Skulpturen. 1981 stellte er erste Automaten her. In den folgenden Jahren kreierte er kleine Maschinen, welche er als limitierte Ausgaben ausstellte und verkaufte. Seine Werke sind unter anderem zu sehen im Wissenschafts-Museen von London, San Francisco, Baltimore, Dortmund, Wolfsburg und Warschau, im Eden Project in St. Austell, im Kindheits-Museum (Museum of Childhood) in London sowie auf der Cabaret Mechanical Ausstellungs-Tour (zur Zeit in Amerika und Südkorea).

Paul Spooner sagt über seine Werke: «Ausser all den Autos, Uhren und anderen Maschinen, die unser Leben effizient und komfortabel gestalten, gibt es ziemlich viele Maschinen, die keinen praktischen Nutzen besitzen. Meine Maschinen sind noch unnützer: ich mache nach Lust und Laune Maschinen zu Themen, die ich komisch oder absurd finde, in der Hoffnung, dass andere Menschen genau das Gleiche fühlen. Es ist das Beste für mich, wenn ich mit einer Idee starte, die mir als wundervoll komisch erscheint, in der Hoffnung, dass eine Spur dieser Idee den Herstellungsprozess überlebt.»

Andy Hazell

Der Künstler wurde 1959 in Altrincham, Chesshire geboren. Seine vielfältige Ausbildung umfasst Printmaking-Studium an der Reading Universität, Photographie an der Hochschule für Kunst in Berlin, Sculpture-Ausbildung in Syracuse (New York), Environmental Media Ausbildung an der Slade School of Art. In den achtziger Jahren entdeckte er das Dosenblech, experimentierte mit mechanischen Skulpturen und wurde unter anderem zum Automatenbauer, der bewegte Blech-Figuren, Spendenboxen für Museen und Einrichtungen für Film und Fernsehen herstellt. Der Künstler war an über 40 Ausstellungen mit seinen Werken vertreten. Er baut auch überdimensionale Skulpturen für den öffentlichen Raum. Die grossformatigen Werke sind unter anderem zu sehen in Liverpool, Hull, Cardiff, Newport, London, Manchester und Brüssel.

Andy Hazell meint zu seinen kleinformatigen Werken: «Ich geniesse es zu erschaffen. Ich sitze am Tisch, Radiomusik schwillt in das Zimmer während ich mit ein paar Werkzeugen Blechstückchen falte, biege, hämmere und schweisse. Die Zeit vergeht mit Tee und Biskuits. Plötzlich habe ich eine Person mit einem eigenen Leben erschaffen. Dann frage ich mich, ob meine Figuren einen Wohnwagen besitzen oder Mitglieder in einem Buchklub sind oder einen Hund haben. Dabei hoffe ich, meine Arbeiten machen die Welt ein weniger interessanter.»

Sonderausstellung im Gugelmann-Museum

Die Sonderausstellung zeigt Automaten von Paul Spooner und Andy Hazell. Die unterhaltsamen Skulpturen sind vom 31. Mai bis 6. Juli 2014 zu sehen. Das Museum ist jeweils Mittwoch, Samstag und Sonntag von 14.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Gruppenführungen können zusätzlich vereinbart werden.

Öffentliche Vernissage

Am Freitag, 30. Mai 2013, findet um 18.30 Uhr die öffentliche Vernissage in der Shedhalle an der Schulstrasse 1 in Schönenwerd statt. Sergio Pinese aus Riehen hält die Laudatio und das Duo Momozart aus Safenwil sorgt für den musikalischen Rahmen. Anschliessend kann man die Ausstellung im Paul Gugelmann-Museum besuchen.

Weitere Informationen

www.gugelmann-museum.ch. Vereinbarung für Gruppenführungen: Paul Gugelmann-Museum - Tel. 062 849 65 40.

SP/BE