Boniswil

Betreuung von Asylsuchenden in Boniswil

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Seit dem Herbst 2015 beherbergt und begleitet Boniswil – wie alle anderen Gemeinden – eine vorgeschriebene Anzahl von Asylsuchenden. Dank der Mithilfe von engagierten Boniswilern gelang dies bist jetzt auf eine engagierte Art in einem „Götti-System“.

Die erste fünfköpfige Familie traf im September 2015 ein und bezog eine kleine Wohnung an der Seengerstrasse. Betreut wurde sie seither von Heinz Schaffner, unterstützt durch Gemeinderätin Silvia Gebhard.

Ein Jahr später kam eine vierköpfige Familie dazu, welche ein älteres Haus an der Seetalstrasse bezog. Das Ehepaar Bruno und Hedy Deppeler begleitete sie intensiv.

Schliesslich kam im August 17 eine dreiköpfige Familie nach Boniswil und wird vom Ehepaar Thomas Frei und Ursula Wiederkehr betreut.

Ein intensives Gespräch mit allen Betreuern fand am 20.10. statt. Der Rückblick zeigte, dass für die Flüchtlingsfamilien die traumatischen Erlebnisse während der Flucht und auch die verschiedenen Wohnungswechsel in der Schweiz sehr belastend waren. Körperlicher und psychischer Stress gehen nicht spurlos an diesen Menschen vorbei. Die ganze Habe, ihre Kultur, Sprache, Familienstruktur, alles ist weg.

Die Betreuer hatten viele schwierige Situationen zusammen mit ihren Schützlingen durchzustehen. Dabei zeigte sich, dass jene, die engagiert die Sprache erlernen, am meisten Aussicht auf Erfolgserlebnisse und Integration haben.

Besonders dankbar wurde von den Betreuern auf das grosse Engagement der Schule Boniswil und Seengen hingewiesen. Von den Lehrern und der Schulleitung kam eine grosse Offenheit, Kreativität, Verständnis und Unterstützung entgegen. Auch die Gemeindeverwaltung, Gemeindeschreiber und Gemeinderat standen unkompliziert mit Rat und Tat zur Seite.

Die Betreuer sähen es als Chance, die Asylsuchenden – und zwar speziell auch die Frauen – im Dorf mit Freiwilligen-Arbeit zu beschäftigen und damit sowohl die Integration als auch das Deutschlernen zu fördern. Für kreative Angebote ist man sehr offen.

Als zuständige Gemeinderätin dankte Silvia Gebhard den Betreuern mit einer Einladung zu einem anschliessenden Essen im „La Deliziosa“. Dieser Einsatz ist nicht selbstverständlich und auch unbezahlbar. Vorteilhaft ist, wenn ein Ehepaar als Mann und Frau diese Aufgabe übernehmen kann.

Silvia Gebhard, Gemeinderätin Ressort Asylwesen

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