Der Ausflug des Reformierten Frauenvereins Schönenwerd vom November führte in die Galerie Darkoum nach Lostorf. Darkoum ist arabisch und heisst «Ihr Haus», in diesem Fall das Haus von Jeannette Lerch, die seit vielen Jahren eng mit Marokko verbunden ist. Empfangen wurden die zehn Frauen nach marokkanischer Art mit einer Tasse Milch und Datteln. Nach dieser ersten Begegnung mit dem Brauchtum Marokkos betraten die Gäste die Ausstellung der Galerie, wo sie von exotischen Gerüchen umgeben waren. Die Galerie wurde ganz nach marokkanischem Vorbild erbaut und ebenfalls mit aus Marokko stammenden Materialien gestaltet, zum Beispiel die Decken und die Keramikböden. Viele kunsthandwerklichen Arbeiten waren zu bestaunen, die von höchstem handwerklichem Können zeugen. Man war fasziniert von der künstlerischen Kreativität, die sich in vielen Holz- oder Metallarbeiten – vom kleinen Dekorationsgegenstand bis zu ziselierten Deckenlampen und Textilarbeiten aus Seide – präsentierten.

Nachdem sich die Frauen in der Ausstellung umgesehen hatten, kam noch der Ohrenschmaus. Jeannette Lerch erzählte ein orientalisches Märchen, das alle faszinierte. Es handelte von der Eifersucht unter den Frauen des Kalifen, die so weit ging, dass eine Konkurrentin «ausgeschaltet» werden sollte. Die sehr spannend präsentierte Geschichte im Stil der Märchensammlung «Tausend und eine Nacht» fand aber ein gutes Ende, bei dem offen blieb, was mit der missgünstigen Hauptfrau schliesslich geschah.

Dass man nicht immer weit reisen muss, um einmal etwas von fremden Kulturen zu erfahren, beweist dieser gesellige Nachmittag, den alle Teilnehmerrinnen unterhaltsam fanden und die Idee der Organisatorinnen lobten. Der Verein dankt der Gastgeberin Jeannette Lerch für den informativen und gemütlichen Nachmittag.