Für den Kantonalen Schulsporttag in Zuchwil vom 2. Mai hatten sich aus Boningen gleich vier Mannschaften gemeldet; jeweils eine Mädchen- und eine Jungenmannschaft aus der 3./4., respektive der 5./6. Klasse. Es ging nicht ausschliesslich darum, sich mit Gleichaltrigen im Unihockey zu messen. Hauptsächlich hätten sie sich einen tollen Sporttag gewünscht, verriet nachträglich eine Drittklässlerin. Dass vielleicht genau diese Gelassenheit und unbekümmerte Art dann für den Erfolg ausschlaggebend war, lässt sich vermuten. So spielten alle vier Mannschaften die Vorrundenspiele mit viel Herz und Einsatz und wurden schliesslich auch belohnt. Während die Jungs der 5./6. Klasse sich in diesem kantonalen Wettkampf auf den 5. Schlussrang kämpften, waren die Mädchen dieser Klasse sogar noch erfolgreicher und erreichten den 4. Platz.

Die 16 Schüler der 3. und 4. Klasse konnten die Resultate der anderen Boninger sogar noch toppen. Beiden Teams lief es sehr gut, und sowohl die Mädchen als auch die Jungs konnten sich nach jeweils vier Siegen für den Final qualifizieren. Damit war zwar das Tagesziel bereits mehr als erreicht, aber jetzt wollten die Boninger den Griff zum Meistertitel wagen. In einem spektakulären Final konnten sich die Boninger Mädchen durchsetzen. Angespornt von den eigenen Schulkameradinnen, bewiesen die Knaben ihre Überlegenheit und holten sich ebenfalls den Kantonalmeister-Titel.

Mit dem Titelgewinn sicherten sich die beiden Boninger Mannschaften der 3./4. Klasse das Ticket für die Schweizermeisterschaft. Diese fand am 26. Mai in Zofingen statt. Sämtliche Kantonalmeister der Schweiz waren eingeladen, und es galt zuerst, sich in einer Gruppenphase und dann bei Erfolg in den Playoffs an diesen Swiss Unihockey Games zu beweisen. Dass das Niveau hier auf einem sehr hohen Level war, bekam man schnell zu spüren. Die Boninger kamen nach anfänglichen Startschwierigkeiten aber schnell auf Touren. Die Mädchen reihten sich in den Vorrundenspielen auf dem 4. Zwischenrang ein, nachdem sie fünf Punkte geholt hatten, und erreichten damit die Playoffs. Die Jungs konnten sogar drei Siege gegen Schwyz, Schaffhausen und Appenzell verbuchen und sicherten mit sich mit ihren sechs Punkten ebenfalls den Einzug in die Playoffs.

Die vielen angereisten Eltern sorgten bei jedem Spiel für beste Stimmung und befeuerten die eigenen Mannschaften. Bei den Playoff-Runden war demnach viel Herzblut im Spiel. Alle Kids gingen an ihre Grenzen und boten den Zuschauern attraktives und temporeiches Unihockey: Im Viertelfinal bewiesen die Boninger Knaben in einem spannenden Spiel ihre Fähigkeiten, doch das Quäntchen Glück fehlte, und so verloren sie 3:2 und kamen schliesslich auf den 9. Schlussrang. – Die Mädchen siegten im Viertelfinal diskussionslos und trafen im Halbfinal auf Graubünden. Beim Stand von 2:1 wertete der Unparteiische einen Pfostenschuss gegen die Boninger als Tor und verhinderte damit schliesslich deren Finaleinzug. Geknickt durch die offensichtliche Ungerechtigkeit, konnten die Boningerinnen weder im anschliessenden Penaltyschiessen noch im kleinen Final ihre ganzen Leistungen abrufen. Die Mädchen beendeten das Turnier schliesslich auf dem hervorragenden vierten Schlussrang. – Die Schlussbilanz des Tages ist klar: Die Boninger Schülerinnen und Schüler der 3./4. Klasse können sich beim Unihockey auf nationaler Ebene sehen lassen und gehören hier zu den Top-Teams.

                                                                                Patrick Grob