Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde am Bettag der neue Pfarrer von Gretzenbach Wieslaw Reglinski eingesetzt.

(heg) Vor vollbesetzter Kirche erfolgte ein festlicher Einzug vom Pfarrhaus bis an den Altar. Dekan Jürg Schmid freute sich Wieslaw Reglinski die Beauftragung oder Missio des Bischofs zu überreichen. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass der neue Priester ein guter Seelsorger für Alle werde. Auch Wieslaw Reglinski warten grosse Aufgaben. Nach seiner Einarbeitung in der Pfarrei Gretzenbach und den umliegenden Gemeinden wird ihm als Projektleiter die Organisation des neuen Pastoralraumes anvertraut. „Dies ist eine grosse Herausforderung für ihn“, meinte Dekan Schmid weiter und bat die Gläubigen um ihre Unterstützung und ihr Gebet. Zusammen mit den Zelebranten, Dekan Jürg Schmid, Robert Dobmann, Rade Jozic und Christa Niederöst feierte Wieslaw Reglinski anschliessend die Messe. Traditionell verschönert der Jodelklub „Fründschaft“ den Bettagsgottesdienst in der Kirche. Unter der Leitung von Josef Schmid sangen sie die eindrücklichen Lieder, wie „Gott zum Gruess“, „I wünsch Dir Glück“, „Uese Vater“, „Mit dim Säge“ und sorgten für weitere, festliche Höhepunkte.

Wieslaw Reglinski, geboren 1967 in Polen, studierte Theologie in Warschau und ist seit 1996 Priester. Er wirkte zuerst 2 Jahre in Polen, danach studierte er 7 Jahre in Rom/Vatikan, Kirchen- und Zivilrecht. 2003 wurde er in Rom promoviert. Während 8 Jahren wirkte er als Pfarrer in Huttwil BE. Nun wünschte der Bischof eine Veränderung und bot ihm Gretzenbach und die Organisation des zukünftigen Pastoralraumes im Niederamt von Dulliken bis Schönenwerd an. Seine Vielseitigkeit zeigt er auch als Mitarbeiter im Care Team des Kantons Bern (bald im Kanton Solothurn) und als passionierter Flieger und Flugleiter in Langenthal.

In seiner Predigt kam Wieslaw Reglinski auf das Evangelium „Vom verlorenen Sohn“

zurück und fragte: Wäre die Geschichte ebenfalls so gut ausgegangen, wenn der

verlorene Sohn nicht in sich gegangen wäre und für sein Verhalten nicht zum Vater gesagt hätte: „Es tut mir leid“ und ihn um Entschuldigung gebeten hätte“? Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung. Wie viele wissen, was zu tun wäre, wenn es ihnen schlecht geht, aber den nötigen Schritt wagen sie nicht. Helvetia feiert heute den eidgen. Dank-, Buss- und Bettag meinte er weiter. Ist dieser Titel heute nicht altmodisch oder unrealistisch. Für was danken, beten wir noch oder tun gar Busse? Zum Abschluss der Messe übergab ihm Grazyna Küpfer im Namen der Pfarrei eine Kerze und Christa Niederöst übereichte ihm ein in Herzform gebackenes Brot. Sie wünschte ihm viel Glück und gutes Gelingen der neuen Aufgaben. Kirchenrats-Präsident Franz-X. Schenker dankte ihm, dass er dem Ruf des Bischofs gefolgt sei und nun sein Wirkungsfeld im Niederamt verlegt habe. Er wünschte ihm viel Kraft und Durchhaltewillen für die neue Aufgabe und meinte zum Abschluss, dass Gretzenbach eine lebendige Pfarrei sei. Mit einem Apéro beim Römersaal konnte mit dem neuen Pfarrer auf die zukünftige Zusammenarbeit angestossen werden.

Alois Herzog