Letzte Woche war es wieder soweit: Wie seit gut 5 Jahren fest im Lehrplan verankert, durften die Schüler der 9. Klasse der Steiner Schule Solothurn wieder für eine Woche nach Lauenen ins Forstprojekt, unter der Führung von lokalen Fachkräften.

In Zusammenarbeit mit namentlich dem Revierförster Daniel Schneider und seinem Team lernten die Schüler wie man Bäume durch Handarbeit mit der Waldsäge fällt und entastet, sowie man Weisstannen durch Körbe vor hungrigen Wildtieren schützt. Mit dem Pickel und der sogenannten 'Wiedehopfhaue' (einem speziellen Gerät, welches über eine Hacke und ein Beil verfügt), wurde zudem ein neuer Pfad durch das steile und unwegsame Gelände gemacht.

Bei diesen Arbeiten lernen die Schüler nicht nur die praktische Technik der jeweiligen Arbeiten und den verantwortungsvollen Umgang mit den Werkzeugen, sondern auch was es heisst eine Waldlandschaft - in diesem Fall einen Schutzwald - zu unterhalten und zu pflegen. Dabei passiert es nicht selten, dass sie durch die harte Arbeit an körperliche Grenzen stossen.

Doch da die Arbeiten stets in Gruppen verrichtet werden, hilft hier meist das soziale Element der Klassengemeinschaft. Man wechselt sich ab, kann sich gegenseitig wieder aufmuntern und stützen. Und so waren die Schüler nach einer Woche in den Wäldern von Lauenen zwar körperlich erschöpft, aber sie konnten auch sagen, dass es Spass gemacht hat und vor allem, dass sie eine Menge dabei gelernt haben. So war gegen Ende der Woche hier und da zu hören, dass man nun gut noch eine Woche weitermachen könnte; doch das bleibt der nächsten 9. Klasse vorbehalten.

Schüler der 9. Klasse