Während zwei Wochen nach den Sommerferien sammelten die 243 Kinder des Schulhauses Brühl für jeden Schulweg, den sie zu Fuss zurücklegten, herzige Aufkleber. Mitgemacht haben alle 14 Klassen, von den Kindergärteler bis zu den Sechstklässlern.

Am Montagmorgen durften im Brühl die drei Gewinnerklassen der Aktion Walk to School im Namen des ganzen Schulhauses einen Preis entgegennehmen. Der Stadtpräsident Kurt Fluri gratulierte den Kindern für ihre Leistung und lobte sie dafür, dass sie während den zwei Wochen jeden Tag zu Fuss zur Schule gekommen sind.

Die Progammleiterin von so!mobil, Jeanine Riesen, überreichte den Kindern das Preisgeld von 700 Franken für das ganze Schulhaus, da fast alle Klassen im Brühl sehr gut abgeschnitten haben. Zuerst wollte sie aber von den Kindern wissen, warum es denn gut sei, zu Fuss zur Schule zu gehen? Mann bewege sich, produziere keine Abgase und lerne im Strassenverkehr sicher unterwegs zu sein. Ausserdem sei es gut für die Umwelt, antworteten die Kinder.

Ob auf dem Heimweg Schnecken zählen, wie seinerzeit Stadtpräsident Kurt Fluri oder Asphalt-Blätterli ausdrücken, wie Schulleiterin Jaqueline Kaser, der Schulweg ist für die Kinder ein Erlebnis und gleichzeitig ein Lernort. Die Interaktion mit anderen Kindern fördert Sozialkompetenzen und beim selbstständigen Zurücklegen des Schulweges übernehmen die Kinder Verantwortung und lernen sich sicher im Strassenverkehr zu bewegen. Ausserdem ist die Bewegung an der frischen Luft gesund und fördert die Konzentrationsfähigkeit.

 «Der Effekt der Aktion war überraschend», berichtet Schulleiterin Jaqueline Kaser. «Es gab deutlich weniger Elterntaxis und die Kinder überzeugten die Eltern, dass sie zu Fuss zur Schule gehen wollten.» Auch die Lehrpersonen waren von der Aktion begeistert: «Die Aktion motiviert nicht nur Kinder, die sonst mit dem Auto gebracht werden, sondern belohnt auch diese, die selbstverständlich jeden Tag zu Fuss zur Schule kommen.» Begleitend zur Aktion schaute auch die Solothurner Stadtpolizei einmal mehr genauer hin, klärte die Eltern auf und verteilte auch die ein oder andere Busse, wenn die Sicherheit der Kinder gefährdet war.