Wangen bei Olten

Auf dem Grenzpfad von Langenthal nach Huttwil

megaphoneLeserbeitrag aus Wangen bei OltenWangen bei Olten
Die Wandergruppe auf dem Klosterareal von St. Urban.

Die Wandergruppe auf dem Klosterareal von St. Urban.

Am letzten Mittwoch versammelten sich am frühen Morgen 12 Kameraden des Männerturnvereins beim Bahnhof  Wangen erwartungsvoll zum Start des neuen Langwanderprojektes.  Die Reise führte uns nach Langenthal zum Ausgangspunkt der ersten Etappe auf der Route 65, Grenzpfad Napfbergland.

Nach dem obligaten Kaffee mit Gipfeli starteten wir zum neuen Abenteuer. Von jetzt an zeigten uns die Wegweiser mit der Zahl 65 den Weg. Wir verliessen  das Stadtgebiet, der Weg führte uns durch den Wildpark Langenthal danach durch den Wald Hagelberg nach St. Urban. Hier erwartete uns die weisse Barockfassade des ehemaligen Zisterzienserkosters  St. Urban, dieses wurde 1848 aufgehoben. Die Klosterkirche wurde 1711-1715 erbaut und ist ein eindrückliches Beispiel barocker und zisterziensischer Baukunst. International bekannt ist das Chorgestühl. Es wurde im 19. Jh. verkauft und gelangte nach einer Odyssee über Irland und Schottland erst anfangs 20. Jh. wieder nach St. Urban. Ein weiteres Prunkstück ist die barocke Orgel mit ihren 2500 Pfeifen und der Hochaltar. Nach der Besichtigung und einer Zwischenverpflegung im Klostergarten gingen wir gestärkt weiter auf die Anhöhe zu den stattlichen ehemaligen Klostergutshöfen Sonnhaldenhof und Oberberghof. Weit war der Blick ins Tal der Rot und gegen Norden zur Jurakette. Nach Querung des Grosswaldes auf einem tief eingeschnittenen, historischen Hohlweg  erblickten wir den Aussichtspunkt Isehuet.

Nach der sonnigen Mittagsrast bei Altbüron führte der Weg weiter dem Bach Rot entlang. Die Wässermatten an der Rot gehören mit jenen an der nahen Langeten zu den Landschaften von nationaler Bedeutung. Weiter führte uns der Weg aufwärts über Ischerhubel zum Babeliplatz einem schönen Rastplatz mit Waldhütte. Hier treffen sieben Waldstrassen aufeinander. Eine Tafel erinnert an den Sonderbundskrieg von 1847 den letzten Krieg zwischen reformierten und katholischen Schweizern z.B. Bernern und Luzernern. Nach kurzer Rast nahmen wir das letzte Teilstück unter die Füsse, gemäss Wegweiser noch 2.10 Std bis Huttwil. Durch Wald und über Felder erreichten wir Gondiswil. Da wir zeitlich gut unterwegs waren konnten wir im Restaurant Rössli noch eine Pause einlegen.  Weiter dem Wiesenbächlein entlang zur  Mühle Gondiswil, dann rechts auf die Anhöhe zum Brüggenwald, dem Waldrand entlang und übers Feld an den Rand des Plateaus oberhalb Huttwil. Wir genossen den einzigartigen Weitblick in die innerschweizer Berge, zum Pilatus und dem Napfbergland. Direkt unter uns lag jetzt das Städtchen Huttwil, das seit 1313 das Stadtrecht hat. Ein steiler Abstieg führte uns direkt zum Bahnhof Huttwil.  Vor der Abfahrt des Zuges blieb uns noch Zeit für ein wohlverdientes Bier. Das Wetter war super, der schönste Tag der Woche. Das mit den „Engeln“ stimmt halt doch!                                     Von Edi Hurni

Meistgesehen

Artboard 1