Baden

Alte und junge „Rütihöfler Goofen“ am Breitacherfest

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„Ich bin e Goof vo Rütihof und läb am liebschte uf de Stross“ lautet eine Zeile eines Liedes Rütihofs aus den 1980er Jahren. Es entstand zur Zeit der ersten Quartierfeste, so wie das Breitacherfest, welches am Samstag, 10. August 2019, wieder zum Leben erweckt worden ist. Tatsächlich wimmelte es in den 1980er Jahren von Kindern auf den Strassen Rütihofs. Die Einwohnerzahl Rütihofs, seit 1962 Badener Exklave, verdoppelte sich von 1976 bis 1981 von 500 auf 1000 Menschen.

„In der Gemeinschaft lebt es sich besser“

Das Breitacherfest entstand auf Initiative von Eltern der Babyboomer-Generation, die im idyllisch gelegenen Rütihof für sich und ihre Kinder einen passenden Wohnort gefunden hatten. Auch ausserhalb der Familie wollte man ein solidarisches Gemeinschaftsgefühl schaffen, so in Form eines Quartierfest wie desjenigen im Breitacher. Das Breitachterfest bestand auch damals aus einem gemeinsamen Essen und wurde mit Musik, Puppentheater und weiteren kleinen Theateraufführungen umrahmt.

Als die Kinder der Gründereltern älter wurden und in den 1990er Jahren meist ausgezogen sind, verlor sich die Tradition. Nun gibt es seit wenigen Jahren wieder neue Familien und Interesse an einer Wiederaufnahme des Quartierfestes.

Das OK des Festes vom vergangenen Samstag besteht aus Alteingesessenen und Neuzuzügern und empfing rund 80 Gäste, davon über 20 Kinder im Alter zwischen 2 und 12 Jahren. „Mich freut, dass es im Breitacher heute wieder mehr Kinder hat“, äussert sich eine der Organisatorinnen aus dem OK. „Auch unsere eigenen Kinder sind mitsamt unseren Enkelinnen und Enkeln gekommen, um mit uns diese wertvolle alte Tradition wieder aufleben zu lassen. In der Gemeinschaft lebt es sich besser.“

Clara Rohr-Willers

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