Trimbach

Adventsmarkt der Primarschule Trimbach

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Start: Sommer. Es ist heiss, die Sonne scheint. Die Kinder malen Weihnachtsbilder für Magnete, welche die Klasse verkaufen wird. Im Nebenprodukt entstehen Weihnachtskarten. Bald wird fürs Kasperli-Theater geübt, erste Lieder einstudiert, Geschichten geschrieben. Herbst. Spiele werden gebastelt und geübt. Apfelringe werden getrocknet, Bretzeli gebacken, genauso wie Lebkuchen und andere Leckereien. Daneben geht die Schule weiter. Während die eine Gruppe backt, widmet sich die andere der Mathematik. Endspurt: Würste und Brot sind bestellt, alles, was mit viel Liebe hergestellt wurde, wird sorgfältig eingepackt. Die Stände werden aufgestellt und bereit gemacht.

Der grosse Tag ist da. Schwer beladen sieht man Lehrpersonen durch das Dorf ziehen. Der Stand wird eingerichtet. Schön soll er sein. Es ist kalt, nass und ungemütlich windig. Keinen Hund, würde man meinen, schickte man bei diesem Wetter raus. Ob da Leute kämen? Freiwillig? Um 16 h wird der Markt eröffnet. Und ab da verwandelt sich alles in eine märchenhafte Weihnachtslandschaft. Nicht nur Schulkinder besuchen den Markt, um an ihrem Stand den Posten einzunehmen, auch ganz viele, die gerade keinen Dienst haben. Es kommen Eltern, Tanten, Grosseltern, Onkel, Freunde und alle scheinen begeistert. Die Mutter zeigt Interesse daran, was ihr Kind hergestellt hat. Der Vater freut sich über die Wurst, die er für seine Tochter am Feuer braten kann. Die Grosseltern staunen beim Kasperlitheater mit den vielen Kindern, die zuschauen. Mit Spannung hört die Menge den vorgelesenen, selbst geschriebenen Geschichten zu. Alle lauschen den Liedern, welche von verschiedenen Klassen vorgetragen wurden. Der Zauber des Advents hat Einzug gehalten. Die Stimmung ist harmonisch und schön. Viele lachende und staunende Gesichter kann man sehen. Ein paar Kinder muss ich enttäuschen, denn ich kann ihrem Wunsch, auch an ihrem Stand vorbei zu schauen, nicht erfüllen. Ich habe keine Zeit. Gern würde ich durch den Markt schlendern und schauen, was alle anderen so gemacht haben. Aber bei uns läuft so viel, dass es unmöglich ist. Anderen geht es auch so.

Ziel: Es ist 20 Uhr. Der Markt ist geschlossen. Nun geht es ans Aufräumen. Gemeinsam schaffen wir den Teil draussen während der nächsten dreiviertel Stunde. Durchfroren, müde und erledigt von all den Strapazen, transportieren wir erste Sachen zurück nachhause. Dort wird alles nach und nach gereinigt und versorgt. Was bleibt, ist die Erinnerung. Am nächsten Morgen sprechen wir mit den Kindern darüber. Sie haben den Markt ganz toll gefunden. Sie waren und sind glücklich. Fazit: Oh ja, es war schön! Anstrengend, sehr kalt und sehr schön!

Ursula dos Santos

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