Die Kunstmalerin Edith Horvath stellt vom 27. Mai bis 5. Juni im Museum Attiswil ihre Bilder und Fotografien aus. Die Basis der aktuellen Werke bilden die abstrakte Acrylmalerei und verschiedene Mischtechniken, in die sie immer wieder ungewöhnliche Objekte auf spielerische Art und Weise integriert. So schreibt sie es selbst auf ihrer Einladung zur Ausstellung. Inspiration findet die 1967 in Budapest geborene Künstlerin oftmals auf Reisen. So etwa in Kuba – wo sie Hausfassaden fotografierte und dann Ausschnitte davon eins zu eins in Mischtechnik auf die Leinwand brachte. Die Fassaden seien faszinierend, mitunter wegen ihrer wunderschönen Farben.

Tiefe und Glanz durch Wachs

Die meisten Bilder in der Ausstellung in Attiswil sind aus dieser Phase entstanden. Sie tragen Namen wie Himmel und Erde, die Wunde, Tiefe, Erinnerungen, Unmut oder Schuld. Andreas Knecht, Schriftsteller und Lebenspartner von Edith Horvath, verriet an der Vernissage einiges aus ihrem Lebenslauf. Die ausgebildete biomedizinische Analytikerin machte sich schon früh einen Namen durch das Rezitieren von Gedichten. Als 25-Jährige folgte der Umzug in die Schweiz und sie besuchte die Kunstgewerbeschule in Zürich. Die kreative und vielseitige Frau hat verschiedene Galerien und Ateliers eröffnet, besitzt das Jagdpatent und konzentrierte sich schliesslich auf das Tontaubenschiessen, liebt Afrika, organisierte in Vergangenheit Lesungen, Konzerte und Reisen und arbeitet an einem Kochbuchprojekt. Heute wohnt sie in Basel und Olten.

Edith Horvath malt sehr gern gross und verarbeitet viele Materialien wie Papier, Karton, Rost oder oxidiertes Gold. Auch Schichten aus Wachs dürfen nicht fehlen. «Wachs bringt eine gewisse Tiefe und einen feinen Glanz aufs Bild und macht es interessant», so die Künstlerin. Blau sei zwar zu ihrer Lieblingsfarbe geworden aber in der Malerei beschränkt sie sich nicht darauf.

Nach Ende einiger Ausstellungen hat Edith Horvath jeweils das Bedürfnis, neue Ideen zu entwickeln und in ihren Werken andere Themen aufzugreifen. Neben der Malerei nimmt auch die Fotografie in ihrem künstlerischen Schaffen einen immer grösseren Stellenwert ein.

Die Ausstellung in Attiswil ist noch folgendermassen geöffnet: Samstag, 4. Juni, sowie Sonntag, 5. Juni, von jeweils 14 bis 17 Uhr. Weitere Infos zur Künstlerin sind zu finden unter: www.edithorvath.ch