Stolz und Zufriedenheit lösten nach den Präsentationen der Abschlussarbeiten die vorhergehende Nervosität der Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen ab. Grund zur Nervosität war mitunter das grosse Publikum, das sich in die Schulzimmer drängte, um zu erfahren, welche Projekte im Rahmen des Projektunterrichts „Selbstgesteuertes Arbeiten“ umgesetzt wurden. Diese waren den individuellen Interessen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler angepasst, die meist in Gruppen arbeiteten.

Die Vielfältigkeit der Projekte war gross. Viele Gruppen wählten praktische Arbeiten mit unterschiedlichsten Materialien. Als ruhender Pol mitten im jeweils vollen Werkraum stand Werklehrer Ernst Huser, der mit seiner enormen Erfahrung und Leidenschaft unter anderem folgende Projekte betreute: Vom Strandkorb über den Tischkicker, Beauty-Regal, Tischtennistisch, Fussballtor, Ölfass-Grill, Weinfassbar bis hin zum Holzfahrrad.

Einige Gruppen arbeiteten auch ausserhalb der Schule. Sie renovierten etwa ein Gartenhaus, bauten eine Paletten-Lounge für ein Jugendzentrum, sogar einen alten Bührer-Traktor erweckten sie wieder zum Leben.

Neben den praktischen Arbeiten entstanden auch vielfältige Projekte aus dem Alltag der Jugendlichen. Sie kreierten Songs oder Computerspiele, machten sich an Rezepte, produzierten Kaugummis oder Pflegeprodukte, setzten Geschichten zeichnerisch um oder wagten sich mit Umfragen an die Themen Mobbing und Schlafverhalten.

Selbstverständlich mussten die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeit während der ganzen Dauer protokollieren und dokumentieren. Aufgrund dieser Dokumentation präsentierten sie einerseits ihre Projekte, andererseits diente sie als Grundlage für die Bewertung durch die Lehrpersonen. Die selbstgesteuerte Projektarbeit trägt dazu bei, dass die bald austretenden Schülerinnen und Schüler im Berufsleben bereits an diese Art Arbeit gewöhnt sind.

Simon Herzig