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4. Jurabergfest auf der Hinteren Schmiedenmatt

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4. Jurabergfest auf der Hinteren Schmiedenmatt war erneut ein voller Erfolg
Am 30. Juni fand auf der Hinteren Schmiedenmatt das 4. Jurabergfest statt. Organisatoren waren die fünf Berggasthöfe Hinteregg, Farnerer Stierenberg, Vordere und Hintere Schmiedenmatt sowie das Hofbergli.  Das Fest findet alle drei Jahre statt und ging nun seit dem Beginn im 2009 in die 4. Auflage.
Bei wunderbarem Wetter eröffnete die Thaler Treichlergruppe Juragruess das Bergfest lautstark und hiess die bereits zahlreich erschienen Gäste willkommen. 
Hanspeter Schmitz aus Wiedlisbach, der Präsident der Alpgenossenschaft Hinteregg, begrüsste die Festbesucher und wusste viel Interessantes über „seinen Berg“ zu erzählen Die einzigartige Natur lädt in allen vier Jahreszeiten zum Abschalten, Geniessen und Erholen ein. Auch wer im Zeitalter der digitalen Medien einmal für kurze Zeit nicht erreichbar sein will, findet auf der 1. Jurakette seine Ruhe, der Netzempfang ist nämlich sehr eingeschränkt. Was alle Berghöfe in Zukunft sicher beschäftigen wird, ist das kostbare Gut „Wasser“. Themen wie Solarenergie und auch Kleinkläranlagen zeigen, dass die Höfe mit der Zeit gehen. Diesbezüglich wird man sich auch Gedanken machen müssen, wie beispielsweise die  Touristen schnell und umweltschonend auf den Berg kommen können; Ladestationen für E-Bikes oder Elektroautos oder auch der öffentliche Verkehr werden früher oder später zum Gespräch werden. Den fünf Bergfamilien ist längst bewusst, dass sie multifunktionell funktionieren müssen. Sie pflegen die grossen Weiden und den Wald, umsorgen die Rinder und Fohlen, betreiben eigene Landwirtschaft und verwöhnen Gäste kulinarisch. Die Leute kommen gerne auf den Berg und wenden sich kurzzeitig vom stressigen Alltag ab, in dem sie in eine intakte Natur eintauchen können. Dass die Landwirtschaft in dieser Höhe im Angestelltenverhältnis nicht den Hauptteil vom Einkommen ausmacht, sondern klar aus dem Gastro-Bereich kommt, ist heutzutage logisch. Der Gast will aber ganz klar das ganze Verwöhn-Programm; das heisst Bauernhof mit all seinen Tieren, Landwirtschaft und kulinarische Leckerbissen – nur so funktioniert das Leben auf dem Berg. Hanspeter Schmitz dankte allen Berggasthoffamilien für ihre Arbeit und  die Organisation und Durchführung des Jurabergfestes.
Die grosse Gästeschar wurde mit Köstlichem vom Grill, Keller und  der Küche verwöhnt. Für Unterhaltung sorgten das  Swiss Alphorn Duo und die Örgeligruppe Bieli. Eine schöne Tombola und der Stand eines Edelweissstoffladens gehörten ebenso zum Rahmenprogramm. Um 16 Uhr fuhr der nächste Höhepunkt auf – der Sechsspänner der Feldschlösschen! Der  Auftritt der sechs Belgierpferde vor dem Wagen war für viele mit ein Grund, auf den Berg zu fahren. Dazu gehörte natürlich auch der Auftritt der Hofbräudame mit Ausschank von Freibier. Eine Bar rundete das Angebot ab und liess die Nacht zum Tag werden.
Am Sonntag startete das Fest mit dem Gottesdienst umrahmt vom Jodlerclub Rosinlithal aus Welschenrohr. Wiederum verwöhnte die Festwirtschaft die vielen Gäste mit Steaks, Bratwürsten, Kartoffelsalat, Bratkäse und Älplermagronen. Als Dessert konnten die Glacevariationen der Vitaminstation Solothurn und Nussgipfel  genossen werden.
Ab dem Mittag wechselten sich die Blaskapelle Waldheim und das Duo RigiLuft mit musikalischen Leckerbissen ab. Zwei  weitere Höhepunkte waren sicher die Lesung mit Peter Bichsel, musikalisch begleitet durch Ben Jeger, und die Erzählungen der Alpgeschichten vom jungen Schauspielerinnen-DUO „Sagenpack“ Nadine-Sara Lüthi und Claudia Brunner im Schopf des Fohlenstalls.
Die Organisatoren zeigten sich sehr erfreut über den  Gästeaufmarsch an diesem Wochenende. In sieben Sitzungen wurde das Fest auf die Beine gestellt. 60 Helferinnen und Helfer standen im Einsatz. Das grosse Engagement der Familien Zindel, Schön, Ellenberger und Neueneschwander, Schmid und Fischer-Deola  wurde belohnt und die geleistete Arbeit Wert geschätzt.
Ein Fest dieser Art spricht für innovative Berggasthöfe und darf durchaus aus als Vorzeigebespiel angesehen werden.

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