Solothurn

2000-Watt-Region Solothurn: Besuch mit Führung in der Umwelt Arena Schweiz

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Gespannt verfolgen die Teilnehmenden die Ausführungen von Urs Bachmann

Gespannt verfolgen die Teilnehmenden die Ausführungen von Urs Bachmann

Eine gesunde, verantwortungsbewusste Lebensweise ist von grosser Bedeutung. Auf der von 2000-Watt-Region Solothurn organisierten Führung in der Umwelt Arena in Spreitenbach wurde das riesige Spektrum von Umwelttechnik und Nachhaltigkeit unter einem Dach erlebbar, greifbar und objektiv vergleichbar.

Eine (kleine) Gruppe von interessierten Personen traf sich am Samstagmorgen auf dem Bahnhof Solothurn um gemeinsam nach Spreitenbach in die Umwelt Arena zu reisen, wo weitere, individuell angereiste Teilnehmer zur Gruppe stiessen. Schon von weitem gut sichtbar ist das imposante Gebäude am Rande von Spreitenbach und der Ausstellungs- und Veranstaltungsort für modernes bewusstes Leben: Eine Erlebniswelt für Energie- und Umweltfragen - nicht nur theoretisch, sondern zum Anfassen, Erleben und Vergleichen. Übrigens produziert die im August 2012 eröffnete Umwelt Arena 40 Prozent mehr Energie, als sie für den eigenen Verbrauch benötigt.

Nach einer kurzen Begrüssung durch Urs Stuber, begab sich die muntere Schar unter fachkundiger Führung von Urs Bachmann, einem Mitarbeiter der Umwelt Arena - auf den geplanten 90 minütigen Rundgang; er dauerte dann knapp zwei Stunden. Gleich zu Beginn erfuhren wir einiges über die Entstehungsgeschichte und den Bau der Umwelt Arena, die -wie bereits erwähnt - im August 2012 eröffnet wurde. Walter Schmid, der Initiator der Arena glaubt(e) nämlich fest daran, dass nicht fehlender Wille, sondern mangelnde Information die Menschen davon abhält, verantwortungsvoll mit der Natur umzugehen.

Aus zeitlichen Gründen konzentrierte sich die Führung primär auf die Themen «Energie und Mobilität», «Bauen und Modernisieren» und «Erneuerbare Energien». Zu entdecken gab es viel: Neue Angebote für die nachhaltigste, individuelle Mobilität oder eine kindergerechte Energiespielwiese, wo Kinder lernen, dass sie zuerst Energie aufwenden müssen, ehe der Spassfaktor zum Tragen kommt. Haben Sie beispielsweise gewusst, dass die Sonne das 2850-Fache des weltweiten Energiebedarfs liefert? Am eindrücklichsten war wohl das das Modell des ersten energieautarken Mehrfamilienhauses der Welt. Dieses «Mehrfamilienhaus der Zukunft» produziert (Sonnen-)Energie, wobei der Überschussstrom in Biogas umgewandelt und zur Speicherung ins Erdgasnetz eingespeist wird. Erstaunlich auch die Energierutschbahn, wo bei jeder Rutschfahrt erlebt werden kann, wie viel Strom durch Reibung produziert wird. Leider hat sich kein Gruppenmitglied dieses Vergnügen für sich (und die Anderen) gegönnt.

Beinahe vergessen ging der eindrückliche Einführungsfilm zum Thema Umwelt und Klima. Diesen konnten wir am Schluss der Führung doch noch – und endlich sitzend – geniessen. Absolut sehenswert. Nach knapp zwei Stunden konzentriertem Zuhören meldeten sich Hunger und Durst. Und so begab sich denn die Gruppe ins Restaurant «Klima», wo beim Mittagessen und gemütlichem Zusammensitzen über die vielen Informationen diskutiert und Meinungen ausgetauscht wurden. Einig war sich die Gruppe: Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst.

Ausgeruht und gestärkt packten einige die Gelegenheit auch gleich beim Schopf, um sich noch etwas umfassender oder vertiefter mit den 45 interaktiven Ausstellungsthemen auseinanderzusetzen und erkundeten die Ausstellung selbständig. Es gab viel zu sehen, ein eindrückliches und tolles Erlebnis mit hoffentlich nachhaltiger Wirkung

Merci allen Teilnehmenden. Es hat Spass gemacht.

Urs Stuber, Vorstandsmitglied, Aeschi

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