Der Verein «2000 Watt Region Solothurn» lud zu einer öffentlichen Führung ins Hybridwerk der Regio Energie in Zuchwil. Die Einladung stiess auf breites Interesse. Fast 40 Personen jeden Alters wollten hinter die Kulissen der Anlage in der Aarmatt schauen.

Nach einem kurzen Videoüberblick durch Statements verschiedener Energiefachleute und Politiker ergänzt, wurden durch Fachpersonen der Regio Energie das schweizweit einzigartige Leuchtturmprojekt vertieft vorgestellt. Angesichts der eingeleiteten Energiewende erkannten die Verantwortlichen der Regio Energie Solothurn früh, dass auf ihrem Aarmatt-Areal an der Allmendstrasse in Zuchwil, gleich vier wichtige Versorgungs-Systeme verknüpft werden konnten - Gas, Strom, Wasser und Fernwärme.

In Zusammenarbeit mit Fachhochschulen, Universitäten, sowie Spezialfirmen wurde und wird eine Anlage entwickelt, welche die verschiedenen Energieträger optimal nutzen kann. So werden Wind- und Sonnenenergie bei Überfluss in eine andere Energieform umgewandelt und als Wasserstoff gespeichert. „power to gas“ heisst die Devise. So ist es möglich, mit überschüssigem Strom – etwa von Photovoltaik über Mittag bei wolkenlosem Himmel – Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu trennen, wobei ersterer als Gas ins Gasnetz eingespeist, oder in Wasserstofftanks für den späteren Gebrauch gelagert werden kann.

In zwei Gruppen konnten sich die Besucherinnen und Besucher anschliessend helmgeschützt die komplizierten Anlagen mit ihren verschlungenen, blitzsauberen Röhrensystemen und Maschinen ansehen und sich technische, sowie chemische Prozesse erläutern lassen. Am nachfolgenden Apéro wurde diskutiert, Fragen beantwortet sowie weitere Ansätze der Energiewende 2050 thematisiert.