Hessigkofen

2000 Kilometer an die Jukola in Finnland

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Matthias Wittwer, der junge Medizinstudent aus Hessigkofen, hat über seine einmalige Veloreise aus der Schweiz nach Schweden und Finnland berichtet. Dies im Anschluss an die Jahresversammlung des Vereins Hessigkofen, in der Veranstaltungsreihe ‚HessigkoferInnen erzählen...‘.

Man stelle sich einmal vor: ein junger Mann, Student, begeisterter Orientierungsläufer und Velofahrer, beschliesst mit drei eigenen Brüdern und drei Brüdern aus einer befreundeten Familie am weltweit bekannten Jukola-Orientierungslauf der ‚Sieben Brüder‘ in Finnland teilzunehmen. Und weiter: er will sich nach Norden auf den Weg machen, allein mit Velo, Zelt und Kochutensilien, mit wetterfesten Kleidern und Proviant, mit Velokarten, Navigationsgerät und viel abenteuerlicher Offenheit und sonst gar nichts. Und er träumt nicht nur davon, sondern er tut es auch, zwar nicht auf der ursprünglich gedachten Route, doch konstant mit ‚rund 6 Stunden täglich im Sattel‘ (durchschnittlich 120 Kilometer pro Tag), über Velowege, dem Rhein folgend, dann ab Frankfurt weiter nördlich bis zur Elbe und entlang der ehemaligen Grenze zur DDR weiter, an der westlichen Ostseeküste bis nach Dänemark und Kopenhagen, dann (weil es mit dem Fahrrad auf dem Wasser einfach nicht möglich ist) mit der Bahn nach Schweden – Ziel erreicht!

Locker hat Matthias am Vereinsabend in Hessigkofen Bilder von seiner Reise gezeigt und diese kommentiert, seine Leistungen gezeigt ohne sich als Held aufzuspielen. Er hat auch erzählt, dass es nicht immer ganz einfach war, die Wegsbeschriftungen nicht immer genügend, die Wege manchmal für sein Gepäck zu sandig, das Wetter nicht immer erfreulich, und die 12 Tage bis Südschweden und die nochmals 4 Tage bis nach Finnland schon sehr lange… Doch die finnische Sauna und dann der Jukola-Lauf haben Matthias mehr als entschädigt.

P.S. die ordentlichen Traktanden des Vereins Hessigkofen gingen rasch und in grosser Einstimmigkeit über die Bühne. Beschlossen wurde im besonderen die Schaffung eines zweckbestimmten ‚Fonds Dorffrauen‘. Und einiges zu reden gab auch die Frage, ob und wer für den Unterhalt des neuen Begegnungsortes beim Weiher im Dorf zuständig sein soll…

Göpf Berweger, Hessigkofen

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