In der reformierten Kirche in Balsthal wurde die Orgel seit mehr als 25 Jahren nicht mehr revidiert. Somit steht eine grosse Revision der Orgel an, wodurch sich der Klang massiv verbessern wird. Die Orgelbauer werden viel Arbeit haben, bis alle Pfeifen geputzt und die Umbauten abgeschlossen sind.

Die bestehende Orgel wurde 1965 in die Kirche auf der neu dafür errichteten Empore eingebaut. Sie war ein Ersatz der damals 60-jährigen Orgel, welche vorne im Chor stand. Diese alte Orgel war eine Schenkung von Pfarrer Emil Schmid, hatte 6 Register und 396 Pfeifen.
Die neue Orgel ist ein Schmuckstück mit mehr als 1'500 Pfeifen und 24 Registern.
Diese neue Orgel hatte damals rund 156'000 Franken gekostet. Die seinerzeitige Lieferfrist von mehr als zwei Jahren mutet in der heutigen, hektischen Zeit als völlig unerhört an. Jedoch war und ist dies eine gängige Lieferfrist für so grosse, baubezogene Objekte.

Drähte, Züge, Umlenkrollen....

Nebst den offensichtlichen Bauteilen wie Pfeifen, Tasten und Pedalen, hat die Orgel noch sehr viel mehr Verschleissteile. Im Boden verlaufen diverse Drähte, welche über viele grössere und kleinere Umlenkrollen die verschiedenen Pfeifen und Register ansteuern. Die Bedienung erfolgt jeweils durch den Organisten vom Spieltisch aus. Dies bedeutet, dass jede einzelne Verbindung gecheckt, überarbeitet, eingestellt und neu eingefettet werden muss, damit die Orgel wieder mit vollen Klängen spielen kann.
Ebenfalls sind die Aufhängungen und Sockel der teilweise sehr schweren Pfeifen langsam ins Alter gekommen und werden ersetzt. Es ist erstaunlich, wie viele kleine Details eine solche Orgel ausmachen, damit ein Organist Bach, Telemann oder auch Diener spielen kann.
Die Orgelrevision sollte in 6 Wochen abgeschlossen sein. So lange wird eine kleine Ersatzorgel vorne neben der Kanzel die Lieder der Kirchgänger begleiten.