Mit Stolz und grosser Dankbarkeit dürfen wir dieses Jahr auf zehn Jahre Ökumenische Frauengemeinschaft zurückblicken. Auch in der heutigen Zeit sind wir immer noch die einzigen im Kanton, welche sich zu dieser Hochzeit bekannten und Ja sagten.
Die beiden Vorstände scheuten vor zehn Jahren keinen Aufwand und stellten sich dieser Herausforderung.
Mit einer würdigen Feier stiessen wir auf die zehn Jahre an. Der grosse Mitgliederansturm bestätigte uns, vor zehn Jahren den richtigen Entscheid getroffen zu haben.
Romy Sutter begrüsste die zahlreich erschienenen Mitglieder und die beiden Pfarrherren mit einem Gedicht und Gedanken zum Rückblick des ref. Frauenvereins und der kath. Frauen- und Müttergemeinschaft.

Jeder hat seinen Weg zurückgelegt,
eigene Gedanken und eigene Erfahrungen prägten uns,
seit wir uns begegnet sind, prägen uns gemeinsame Eindrücke,
miteinander gehen wir weiter auf einem gemeinsamen Weg.

Als Symbol malte uns Sabine Schertenleib in Freiwilligenarbeit ein Bild mit zwei ursprünglichen Wasserläufen, welche in einem gemeinsamen Wasserbett ihren Lauf nehmen.
Vor vielen Jahren hatten die beiden Frauenvereine ihren Ursprung, eine Quelle ist entsprungen. Sicher floss das Wasser einmal still und in Ruhe vor sich hin, manchmal auch etwas stürmischer, aber zum Glück nie so bedrohend, dass ein Bachbett oder eine Quelle versiegt wäre.
Das Wasser ist für uns auch ein bejahendes Lebenssymbol.
Es sucht sich immer auf irgendeine Weise einen Weg, auch wenn Steine überwunden werden müssen.
An dieser Stelle möchten wir allen danken, welche in irgendeiner Form die lange Reise der beiden Vereine begleitet haben.
Nur Dank ihnen durften wir vor zehn Jahren einem Zusammenschluss entgegensehen.
An diesem Punkt der Entscheidung und Herausforderung sprudelt das Wasser auf dem Bild.
Ein grosser Moment.
Frau Verena Müller, Präsidentin des kath. Frauenbundes des Kantons Solothurn schreibt in ihrem Gratulationsschreiben:
"Es ist wirklich ein feierlicher Moment, sich daran zu erinnern, dass sich vor 10 Jahren mutige, initiative Frauen dafür einsetzten, eine ökumenische Frauengemeinschaft zu gründen. Was verbindet Frauen, und was sind ihre Bedürfnisse innerhalb der Dorfgemeinschaft über die konfessionellen Grenzen hinaus? Diese Fragen standen vermutlich im Vordergrund und veranlassten die Initiantinnen zu diesem mutigen, vorbildlichen und zukunftsweisenden Schritt. Herzliche Gratulation!"
Für die Zukunft wünschen wir uns, dass der Vereinsmotor immer in Antrieb bleibt. Dies ist nur durch Menschenkraft möglich.
Unzählige Begegnungen, Bekanntschaften unter Generationen, Gespräche und Erlebnisse prägen unsere gemeinsamen Eindrücke. Wir wünschen und hoffen, dass der gesellschaftliche Wert in unserem Verein und in unserer Zeit nie verloren geht.
Der Regenbogen auf dem Bild ist Symbol für Wärme, für ein buntes Leben, Vielfalt, er ist beschützend und er ist Zeichen von etwas Höherem. So hoffen wir auf das Höhere, um Schutz und Kraft für die weiteren Jahre.

Hanni Schneider betonte die Wichtigkeit jeder einzelnen in unserem Verein. Als kleine Kristallteilchen können wir zusammenwachsen, strahlen und glänzen wie ein wunderschönes Naturkunstwerk. Die Wirkung durch das Aufkleben von kleinen Kristallteilchen auf dem Bild versinnlicht das Dasein und die Wichtigkeit jedes einzelnen Mitgliedes.

Zum Nachtessen wurde ein feines Fondue Bouilli-Boeuf serviert.
Im Service und in der Küche wurden wir von vier Männern unterstützt. So war bei uns Frauen Zurücklehnen und Geniessen angesagt.

Das Liedermacherinnen - Trio SAITENsprungARTiger Frauen unterhielt uns mit seinen Liedern, die das Leben schrieb, auf tolle und einzigartige Weise.
Die selbst komponierten Lieder zwischen "läbesluschtig und läbeslaschtig" wiederspiegeln den fraulichen Alltag. Der ist den Liedermacherinnen allemal reich genug, um von Begegnungen, Liebe, Kindern, vom Hausfrauendasein und dem Älterwerden zu singen.
Eine unvergessliche Darbietung trug zum Gelingen dieser Feier bei.

Das feine Dessertbuffet läutete leider viel zu früh das Ende des Abends und der Feier ein. (rsu)