Luftqualität
Bessere Luft in Basel dank Corona-Lockdown

Vor allem der erste Corona-Lockdown im März 2020 führte zu massiv weniger Strassenverkehr in der Region; dies wirkte sich positiv auf die Luftqualität aus.

Bojan Stula
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Symbolbild einer Luftbelastungsanzeige auf der Autobahn.

Symbolbild einer Luftbelastungsanzeige auf der Autobahn.

Alexander Wagner / AGR



Wie das Lufthygieneamt beider Basel in seinem am Montag publizierten Jahresbericht 2020 schreibt, habe ­dieser Umstand «massgeb­lichen Einfluss auf den starken Rückgang der Stickstoffdioxid-Belastung an verkehrsreichen Strassen» gehabt.

Der Jahresverlauf der Stickoxid-Belastung bewegte sich laut Bericht «durchgehend unter oder am Minimum des Mittels der vergangenen fünf Jahre». Dennoch wurde der Grenzwert der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) von 30 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittel überschritten.

Halbierung des Stickstoffdioxid-Belastung

Anstelle von bis zu 140'000 Fahrzeugen am Tag wurden im Frühjahr 2020 an der Mess­stelle an der A2 bei der Muttenzer Hard weniger als 80'000 Fahrzeuge gezählt. Entsprechend halbierte sich zeitweise die Stickstoffdioxid-Belastung. Dieselbe Feststellung machte das Lufthygieneamt auch an anderen stark befahrenen Strassen in der Region wie etwa der Kleinbasler Feldbergstrasse. Weitere Faktoren hätten ebenfalls Einfluss auf diese positive Entwicklung gehabt. Der Jahresbericht nennt hier den im Vergleich eher milden Winter sowie weitere Fortschritte in der Motorentechnologie hin zu abgasärmeren Fahrzeugantrieben.

Laut Lufthygieneamt reduzierte sich im vergangenen Jahr die Schadstoffbelastung auch an den verkehrsärmeren Mess­orten. Dies entspreche jedoch einem langjährigen Trend, der alle Standorte betreffe. Im Gegensatz zu den verkehrs­intensiven Strassenabschnitten wurden hier die Grenzwerte jeweils eingehalten.