Fusionsgegner
Obwohl Ziel noch nicht erreicht: Verein «Pro Vollkanton Baselland» löst sich auf

Fast 40 Jahre nach dessen Gründung löst sich der Verein «Pro Vollkanton» auf. Wichtiger schien den Mitgliedern, dass die Fusion beider Basel gescheitert ist.

Michael Nittnaus
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Die Fusionsabstimmung war 2014 eine sehr emotionale Sache.

Die Fusionsabstimmung war 2014 eine sehr emotionale Sache.

Archivbild: Roland Schmid

Sie waren so zahlreich wie erfolglos, die Bemühungen, Baselland zu einem Vollkanton zu machen. Seit 1984 setzte sich der Verein «Pro Vollkanton Baselland» für dieses Anliegen ein. Wie dessen Präsident, der ehemalige Thürner FDP-Landrat Robert Schneeberger, in einer Mitteilung festhält, sei nun an der Generalversammlung Ende Oktober beschlossen worden, den Verein aufzulösen und das Vereinsvermögen (in unbekannter Höhe) dem Kanton zu übergeben.

Das eigentliche Vereinsziel sei zwar noch nicht erreicht worden. Allerdings sei 2014 die Initiative zur Fusionsprüfung von Baselland und Basel-Stadt wuchtig verworfen worden. Da damit «die Wiedervereinigungsfrage für längere Zeit vom Tisch» sein dürfte, löse sich der Verein auf. Dies auch, weil sich in der Vollkantonsfrage keine erfolgsträchtige Lösung abzeichne. Als Erfolg verbucht der Verein das Ja zu seiner Initiative 1988. Seither steht in der Verfassung, dass sich die kantonalen Behörden für einen Vollkanton einsetzen müssen.

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