Breitenbach
Drei Alterszentren spannen zusammen, um Kosten zu stoppen

Alterszentren haben immer mehr Mühe, stationäre Pflegekosten zu tragen. Um die förmlich explodierenden Kosten stoppen zu können, wollen nun die Alterszentren Bodenacker, Passwang und der Laufner Rosengarten operativ zusammenarbeiten.

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er Heimleiter des Breitenbacher Alterszentrums Bodenacker, Hannes Spirig, freut sich über die gut angelaufene Kooperation.

er Heimleiter des Breitenbacher Alterszentrums Bodenacker, Hannes Spirig, freut sich über die gut angelaufene Kooperation.

Roland Bürki

Die Delegierten des Alterszentrums Bodenacker in Breitenbach sahen an der Budget-DV ihre Anregung verwirklicht: Die Zusammenarbeit mit dem Zentrum Passwang ist am Anlaufen. Unter der Last der stationären Pflegekosten ächzen Krankenkassen, Heimbewohner und jetzt auch die Gemeinden.

Kein Wunder, dass die Verantwortlichen Mittel und Wege suchen, die explodierenden Kosten zu stoppen. Vor einem Jahr regten deshalb die Delegierten des Alterszentrums Bodenacker (AZB) an, die Zusammenarbeit mit dem Zentrum Passwang (Zepa) zu suchen. Um Synergien zu nutzen und Geld zu sparen.

«Wir sind auf gutem Weg»

«Die beiden Heimleiter haben sich schon mehrmals getroffen und arbeiten konstruktiv zusammen», gab Christoph Hänggi, Präsident der Trägerschaft AZB, am Rande der Budget-Delegiertenversammlung seiner Freude Ausdruck. Hänggi betonte, nichts erzwingen zu wollen: «Beide sollen wollen.» Dass Michael Rosenberg, gleichzeitig Leiter des Zepa in Breitenbach und des Seniorenzentrums Rosengarten in Laufen, aber am Strick mitziehe, verdiene ein Dankeschön. Auch Peter Holzherr, Präsident des Zepa-Vorstands, freute sich. Es mache Sinn, gänzlich unkompliziert zusammenzuarbeiten. «Die für solche Fälle sehr wichtige Chemie stimmt», blickte Holzherr zuversichtlich in die Zukunft.

Mit Interesse hörten sich die 24 Delegierten an, was der neue Heimleiter Hannes Spirig zu der von ihnen angeregten Zusammenarbeit mit dem Zentrum Passwang und damit auch zum Rosengarten zu sagen hatte. Spirig sprach von einer ganzen Palette gemeinsamer Handlungsfelder, die Michael Rosenberg und er «aufgegleist» hätten. Vor allem im EDV-Bereich ortete der Heimleiter Einsparungspotenzial: «Wir setzen mittlerweile auf den gleichen Software-Anbieter und die gleichen Programme.» Auch die Heimbewohner in Breitenbach und Laufen hätten 2011 mit vier gemeinsamen Anlässen erste Resultate erlebt. «Wie Sie sehen, sind wir auf gutem Weg», zog Spirig ein erstes Fazit.

Zusammenarbeit nützt allen

Gegenüber der bz unterstrich Spirig, dass alle drei Zentren ihre Stärken hätten. «Bei der Einführung neuer, wichtiger EDV-Programme durften wir auf wertvollen Support des Rosengartens zählen, nannte der AZB-Leiter ein Beispiel. Dieser Support hätte uns gut und gerne einen fünfstelligen Betrag kosten können.

Im Bereich der Freiwilligenarbeit sei hingegen das AZB «gut aufgestellt»: «Da können wir Support anbieten.» Der gemeinsame, ebenfalls von den Delegierten monierte Materialeinkauf, vor allem beim Inkontinenzmaterial, sei zurzeit in Prüfung. «Bei Demenzfragen wiederum ist das Zepa ein starker Partner», richtete Spirig den Fokus auf entsprechende Absprachen und die Schulung des Personals. «Ja, und dann helfen wir uns gegenseitig bei Fahrzeugengpässen aus», lieferte der AZB-Leiter ein weiteres sichtbares Zeichen für die angelaufene Zusammenarbeit.

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