Verkehrsentwicklung

Der Birsstadt droht ein Mobilitätskollaps

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Geplante Entwicklungsprojekte müssen redimensioniert werden.

Vor gut einem Jahr lancierte der Vorstand des Vereins Birsstadt ein Konzept, um Szenarien für eine verkehrstechnische Entwicklung der Region auszuarbeiten. Darin will der aus zehn Gemeinden bestehende Verein eine gemeinsame Vision für die Mobilitätsentwicklung bis 2040 schaffen.

Reinachs Gemeindepräsident Melchior Buchs (FDP) teilte nun als Leiter der Regionalplanungsgruppe im Rahmen der am Dienstagabend digital durchgeführten Generalversammlung des Vereins Birsstadt mit, dass bereits während der Vorbereitung dieses Mobilitätskonzepts klar wurde, dass es bei einer Realisierung sämtlicher vorhandener Entwicklungsgebiete für Wohnen und Arbeiten zu einem Mobilitätskollaps kommen würde. Die Anzahl an zusätzlich möglichen Einwohnern und Arbeitsplätzen würde das verkehrstechnische Potenzial der Birsstadt-Gemeinden übersteigen, so Buchs. Das vorliegende Papier soll nun aufzeigen, wie die gewünschte Siedlungsentwicklung mobilitätsmässig gesichert werden kann. «Wir wollen gesellschaftliche Megatrends erkennen und das Konzept stets in Abstimmung mit Natur- und Naherholungsräumen planen.»

Das sind die Birsstadt-Gemeinden

Arbeitsgruppe optimiert Veloverkehr

Am Konzept, das zur Erarbeitung an eine Berner Firma vergeben wurde, sind neben den zehn Birsstadt-Gemeinden auch die Kantone Baselland, Basel- Stadt und Solothurn sowie die Geschäftsstelle Aggloprogramm Basel involviert.

Die Arbeitsgruppe Energieregion beschäftigt sich aktuell im Rahmen des Projekts Optimierung Langsamverkehrsnetz mit möglichem Verbesserungspotenzial für den Veloverkehr. Es wurden Schwachstellen erkannt, erläuterte Birsfeldens Gemeinderätin Désirée Jaun (SP). Die Grundlagen daraus habe der Kanton Baselland übernommen und die Birsstadt sogleich zum Pilotprojekt für die Verbesserung des Velonetzes gemacht – unter anderem mit Velovorzugsrouten.

Nachdem Pfeffingen mit Gemeindepräsident Sven Stohler (FDP) den Verein Birsstadt für ein Jahr lang präsidierte, übergab er nun das Zepter für das kommende Geschäftsjahr 2020/21 turnusgemäss an die Muttenzer Gemeindepräsidentin Franziska Stadelmann (CVP).

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