Fitness
Das ist der Arnold Schwarzenegger aus dem Baselbiet

Jetzt hat auch Ettingen im Leimental seinen eigenen Arnold Schwarzenegger. Thomas Buser ist zwar nicht so gross und schwer, wie das Steirer Vorbild, aber Mr. Universe darf sich der Werkstattchef trotzdem nennen.

Adrian Hunziker
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Mr. Universe Thomas Buser

Mr. Universe Thomas Buser

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Thomas Buser ergatterte am vergangenen Samstag in Baden bei Wien den Mr. Universe-Titel. Im Verband WFF (World Fitness Federation) triumphierte der Baselbieter Athlet (1.68m und 73 kg) in der Kategorie Supberbody gegen neun weitere Konkurrenten. Insgesamt waren am Wettkampf 142 Bodybuilder am Start.

Begonnen hat der Contest für Buser bereits 16 Wochen vor dem grossen Tag. Mit einer Diät. Damit reduziert er den Fettgehalt in seinem Körper zu einem ersten grossen Teil. In den letzten sieben Tagen nimmt der Bodybuilder nur noch Eiweiss und keine Kohlehydrate mehr zu sich. Wer nun denkt, das sei schon hart, der irrt sich gewaltig.

Wasser hinein und wieder raus

In der letzten Woche vor einem Contest trinkt Buser zudem sieben bis zehn Liter Wasser pro Tag. In den letzten zwei Tagen dafür fast gar nichts mehr. «Ich benetze nur noch die Lippen, so dass ich knapp überlebe», attestiert er lächelnd. Dafür isst er dann umso mehr Reis, alle drei Stunden 100 Gramm.

Die Idee dahinter ist die, dass der Körper zuerst viel Wasser aufnimmt und abbauen muss. Das tut er auch weiter, wenn kein Wasser mehr getrunken wird. Somit definieren sich die Muskeln am Körper noch extremer, weil die Haut dünner wird. Buser weiss mit diesen drastischen Methoden gut umzugehen.

Der Ehrgeiz zählt

«Wenn ich etwas mache, dann richtig», sagt der Athlet über sich selbst. Er hat schon einige Sportarten ausprobiert, sich dabei aber häufig verletzt. Beim Fitness war das nicht der Fall, daher ist er dabei geblieben. Seit bald zwölf Jahren ist er mit Herzblut dabei: «Ich habe den Ehrgeiz, gewinnen zu wollen und mich selbst in Bestform zu bringen. Dabei muss man auch seinen inneren Schweinhund überwinden.»

Der Erfolg gibt dem bald 31-Jährigen Recht. Der Sieg selbst ist für ihn dabei nicht so wichtig: «Ich muss mit mir selber zufrieden sein. Sollten andere besser sein als ich, dann ist das kein Problem.» Bisher war Buser mit seinen Leistungen an Wettkämpfen immer zufrieden. Das kann er aber erst nach einem Wettkampf und dank Fotos beurteilen. Während des Contests ist er zu fokussiert und zu nahe dran am Geschehen.

Der Erfolg des Mr. Universe-Titels ist dem Ettinger aber keineswegs zu Kopf gestiegen. Er arbeitet weiter in einer Autogarage als Werkstattchef.

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