Basler Gastronomie
Der Birseckerhof wird zur Lieferzentrale

Nach knapp zwei Jahren hat sich mit «La Manufacture» nun endlich ein neuer Betreiber für das Restaurant an der Heuwaage gefunden. Das Essen vor Ort wird dort aber nur zweitrangig sein.

Helena Krauser
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Der Co-Geschäftsführer Lucas Di Giusto bei den Renovierungsarbeiten vor dem Birseckerhof.

Der Co-Geschäftsführer Lucas Di Giusto bei den Renovierungsarbeiten vor dem Birseckerhof.

Foto: Nicole Nars-Zimmer

Bisher war der Birseckerhof an der Binningerstrasse in Basel ein gewöhnliches und gemütliches Restaurant mit vielen Sitzplätzen. Das wird sich nun ändern. «La Manufacture» hat das Lokal übernommen und wird die Räumlichkeiten völlig neu nutzen. Die drei Gastronomen rund um Gael di Giusto führen bereits ein Restaurant im Gundeli, in der Elisabethenstrasse und im Klara.

Während der Coronakrise hat das Team von «La Manufacture» kräftig am Konzept gearbeitet und ein Pop-up-System entwickelt. Weil die Restaurants geschlossen bleiben mussten, setzte das Team voll auf Take-away und Lieferungen. Ausserdem wurde das Angebot viel diverser. Längst gibt es nicht mehr nur Burger und Bagel, sondern auch Nachos, Falafel und vieles mehr.

La Manufacture kommt aus dem Gundeli in den Birseckerhof

La Manufacture kommt aus dem Gundeli in den Birseckerhof

Nicole Nars-Zimmer

Das Problem: Seit die Restaurants wieder geöffnet sind, laufen die Auslieferungen und der normale Restaurantbetrieb im Gundeli nun parallel.

«Das hat zu sehr viel Stress, Verzögerungen und leider auch teilweise zu einer Minderung der Qualität geführt»,

sagt Di Giusto. Deshalb hat sich das Team entschieden, das Pop-up-System in den Birseckerhof auszulagern.

Küchen aus aller Welt

Unter dem Motto «6 Chefs 6 Kitchens» werden dort sechs Köche ihre eigenen Kreationen entwickeln und kochen. Neben den bereits aus den anderen Restaurants bekannten Gerichten wird es auch exotische Speisen geben. So hat sich einer der Köche beispielsweise auf die japanische Küche spezialisiert und wird Sushi Burritos und Sandos, also japanische Sandwichs anbieten. Gegessen werden sollen die Mahlzeiten allerdings hauptsächlich zu Hause. «Wir werden den Gastraum sehr verkleinern. Es wird nur noch zehn Plätze geben», so Di Giusto.

Lucas Di Giusto ist noch voll in den Umbauarbeiten.

Lucas Di Giusto ist noch voll in den Umbauarbeiten.

Nicole Nars-Zimmer

Der Co-Geschäftsführer ist überzeugt, dass Take-away und Lieferservice auch in Zukunft eine grosse Rolle spielen werden: «Natürlich wird die Nachfrage nicht immer so hoch sein wie im vergangenen Jahr. Aber es zeichnet sich deutlich ab, dass ein solches Konzept auch in der Zukunft gefragt sein wird.»

Derzeit laufen noch die Renovierungsarbeiten. Die Küche muss enorm vergrössert werden. Mehr Köche brauchen schliesslich auch mehr Platz. Und der Plan ist, dass in Zukunft noch mehr Köchinnen und Köche hinzu kommen. Die Eröffnung ist für den 5. Juli geplant. «Sofern alles so läuft wie gewünscht», sagt Di Giusto. Aber im Moment sähe es gut aus.