Umstrittene Schliessung
Die Richter urteilen bald über das Laufner Spital – im Januar kommt es zur lang erwarteten Verhandlung in Liestal

Vor einem Jahr votierte der Baselbieter Landrat einstimmig für die Schliessung des Spitals Laufen. Gegen den Entscheid wurde Beschwerde erhoben, die bald vom Kantonsgericht behandelt wird.

Dimitri Hofer
Drucken
Ein Notfall ist im ehemaligen Spital Laufen zwar noch vorhanden. Die letzten stationären Patienten haben das Krankenhaus aber bereits vor mehr als einem Jahr verlassen.

Ein Notfall ist im ehemaligen Spital Laufen zwar noch vorhanden. Die letzten stationären Patienten haben das Krankenhaus aber bereits vor mehr als einem Jahr verlassen.

Archiv bz/Nicole Nars-Zimmer (niz)

Verstösst der Landrat gegen den Laufental-Vertrag? Mit dieser Frage wird sich das Baselbieter Kantonsgericht Anfang nächsten Jahres beschäftigen. Wie das Gericht auf Anfrage bestätigt, kommt es am 12. Januar zur lang erwarteten Verhandlung in Liestal.

Elf Personen aus dem Umfeld des Vereins Pro Spital Laufen hatten Beschwerde gegen das Landratsdekret vom Herbst 2020 zur Schliessung des Laufner Krankenhauses erhoben. Für den Verein hat der Landrat damit den Laufental-Vertrag gebrochen. In diesem wurde der Erhalt des Spitals einst «dauernd gewährleistet». Der Vertrag wurde für den Übertritt des Laufentals von Bern zu Baselland im Jahr 1994 ausgearbeitet.

Von der Gegenseite werden der Rechtsdienst des Landrats sowie Vertreter des Kantonsspitals Baselland (KSBL) vor Gericht für die Schliessung argumentieren. Das traditionsreiche Spital Laufen wurde mittlerweile geschlossen und soll im kommenden Jahr durch ein ambulantes Gesundheitszentrum im Birs Center beim Bahnhof ersetzt werden. Die Kämpfer für das Spital hatten in der Vergangenheit bereits angekündigt, bei einem allfällig abschlägigen Entscheid des Kantonsgerichts bis vor Bundesgericht zu gehen.

Aktuelle Nachrichten