Terrassenöffnungen
Wenige Gäste in Liestaler Beizen

Der Ansturm auf Restaurants und Cafés am ersten Tag der Wiedereröffnung hielt sich im Stedtli in Grenzen. Schuld daran war das ungemütliche Wetter.

Eva Oberli
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Der Grossteil der Sitzplätze blieb im Stedtli noch unbesetzt.

Der Grossteil der Sitzplätze blieb im Stedtli noch unbesetzt.

Nicole Nars-Zimmer

Der Himmel bewölkt, die Brise steif, die Temperaturen unter 13 Grad. So richtig einladend waren die Wetterbedingungen am Montag nicht, als die ersten Gastrobetriebe ihre Terrassen und Aussenbereiche für eine Verpflegung vor Ort öffneten.

Im Städtchen Liestal wurde grosszügig bestuhlt, doch wenig vor Ort konsumiert. Um die Mittagszeit sassen nur ganz vereinzelt Leute, dick in Winterklamotten eingepackt, vor einem Schnitzel mit Pommes oder einem Latte macchiato in der Rathausstrasse.

Lockerungen bringen wenig

Von diesem ersten Öffnungsschritt verspricht man sich in den Beizen nicht allzu viel. «Ich habe in meinem Aussenbereich nur Platz für vier Tische, das bringt halt nicht wirklich etwas», meint die Inhaberin des Restaurants zur Kanonenkugel. Insgesamt fünf Gäste habe sie an diesem Tag bisher bedient. Nachdem die Einnahmen aus den rentablen Anlässen Fasnacht und Banntag schon ausgeblieben waren, spiele nun das Wetter nicht mit.

«Jetzt will doch niemand draussen sitzen, es ist einfach noch zu kalt.»

Beim benachbarten Lokal Krone kann man am Montag noch keine Bilanz ziehen, denn der Betrieb öffnet wochentags erst um 16 Uhr. Die Vermutung liegt jedoch nahe, dass besonders hier die Tagestemperatur ausschlaggebend für die Anzahl der abendlichen Gäste sein wird.

Die Gäste zögern mit Platzreservationen

Mit Reservationen seien die Gäste noch zurückhaltend, das berichten mehrere Wirtinnen und Wirte. Manche haben bisher nur eine einzige Voranmeldung für die ganze Woche erhalten, andere noch gar keine.

Ein weiterer Grund für die geringe Besucherzahl könnte am Montag nebst der ungemütlichen Witterung der Wochentag gewesen sein. Schliesslich halten viele Gastronomiebetriebe montags den «Wirtesonntag» ab und bleiben geschlossen. Die Möglichkeit, auswärts essen gehen zu können, war in vielen Köpfen vielleicht einfach nicht präsent.