CO2-Reduktion
Streit um den Nutzen von Pflanzenkohle im Baselbiet

Im Kampf gegen den Klimawandel könnten die Böden eine grosse Rolle spielen. So soll Pflanzenkohle, die durch Verkohlen von Holzabfällen ohne Luft gewonnen wird, als Streumaterial und Tierfutterzusatz in der Landwirtschaft eingesetzt werden.

Hans-Martin Jermann
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Gemäss dem Ökozentrum Langenbruck habe Pflanzenkohle hat ein riesiges Potenzial für die Reduktion von Treibhausgasen. (Symbolbild)

Gemäss dem Ökozentrum Langenbruck habe Pflanzenkohle hat ein riesiges Potenzial für die Reduktion von Treibhausgasen. (Symbolbild)

zvg

CO2 würde mit Hilfe der Pflanzenkohle dauerhaft im Boden gebunden. SVP-Landrat Markus Graf (Maisprach) fordert deshalb, dass der Kanton Pyrolyseanlagen zur Gewinnung von Pflanzenkohle unterstützt.

Die Regierung lehnt Grafs Vorstoss, der an der heutigen Landratssitzung traktandiert ist, allerdings ab. Sie betont, dass allfällige negative Auswirkungen des Eintrags in den Boden nicht geklärt seien. Der energetische Wirkungsgrad sei gering.

In einem Brief bittet nun aber das renommierte Ökozentrum Langenbruck die Landräte, die Pflanzenkohle nicht vorzeitig auszubremsen. Zwar sei die Kritik der Regierung grösstenteils korrekt. Der Folgerung, dass kein Handlungsbedarf besteht, widerspricht das Ökozentrum indes: «Pflanzenkohle hat ein riesiges Potenzial für die Reduktion von Treibhausgasen und damit zur Erreichung der Klimaziele.» Es gelte daher, die offenen Fragen zum Nutzen zu klären.