Instandstellung
Rettung für die Fortifikation Hauenstein naht – aber zuerst muss einiges geprüft werden

Die Fortifikation Hauenstein ist am zerfallen. Die Schützengräben sind teils vollständig mit Laub und Steinen gefüllt. CVP-Landrat Pascal Ryf hatte 2018 mit einem Postulat zur Rettung der Anlage aufgerufen. Nun findet sein Anliegen Gehör in der Baselbieter Regierung.

Jolanda Sauta
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Hier ein leergeräumter Schützengraben: Die Gruppe Rost & Grünspan in den restaurierten Schützengräben der Fortifikation Hauenstein. (Archivbild 2014)

Hier ein leergeräumter Schützengraben: Die Gruppe Rost & Grünspan in den restaurierten Schützengräben der Fortifikation Hauenstein. (Archivbild 2014)

Kenneth Nars

Die Fortifikation Hauenstein, eine militärische Anlage aus dem Ersten Weltkrieg, wurde von 194 bis 1918 erbaut und ist seither am zerfallen. Die noch sichtbaren Schützengräben im Waldgebiet des Rehag, Bölchen und Wisenberg sind teils vollständig mit Steinen und Laub gefüllt. Nun soll die Fortifikation, die sich mehrheitlich auf dem Boden der Gemeinden Langenbruck, Eptingen und Läufelfingen befindet, unter Schutz gestellt werden und ins Schweizerische Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung (KGS) aufgenommen werden. Dies forderte CVP-Landrat Pascal Ryf mit einem 2018 eingereichten Postulat.

Um dies in die Wege zu leiten, brauche es erst einmal einen Überblick über die Gesamtanlage: eine systematische Dokumentation sowie eine kultur- und militärhistorische Bewertung der einzelnen vorhandenen Befestigungsteile, wie die Umwelt- und Energiekommission in einem Bericht schreibt. Für diese Untersuchung werden 90000 Franken berechnet. Die Höhe des Betrags begründet der Landrat mit der Tatsache, dass eine Unterschutzstellung deutlich teurer ausfallen werde. Fachlich fundierte Abklärungen haben ihren Preis und sollen als Grundlage für weitere Vorgehen gelten. Deshalb solle im Vorfeld sorgfältig untersucht werden, ob und was man unter Schutz stellt. Hinzu kommt, dass die Schutzwürdigkeit der einzelnen Objekte unterschiedlich ist. Da die Regierung die Dokumentation erstellen will, empfiehlt die Kommission, das Postulat abzuschreiben.

Übernehmen werden dieser Betrag von 90000 Franken die Eigentümer – nur ist derzeit nicht ganz klar, wer das genau ist. Es handelt sich wohl um viele verschiedene Eigentümer, darunter mehrere Bürgergemeinden, da sich grosse Teile der Fortifikation im Wald befinden. Ein Drittel der Befestigungsanlage befindet sich auf Solothurner Gebiet, weshalb die Kommission anregt, den Nachbarskanton ebenfalls zu kontaktieren.