Natur
Sieben neue geschützte Naturobjekte im Baselbiet

Die Baselbieter Regierung hat Gebiete in Liestal und Liesberg in das Inventar aufgenommen.

bz
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In Liesberg wurden sechs Gebiete ins Inventar geschützter Naturobjekte aufgenommen (Symbolbild).

In Liesberg wurden sechs Gebiete ins Inventar geschützter Naturobjekte aufgenommen (Symbolbild).

Juri Junkov

Das Gebiet «Röserental» in Liestal ist neu ein geschütztes Naturobjekt. Die Baselbieter Regierung hat das Gebiet als Objekt von regionaler Bedeutung in das Inventar aufgenommen, wie es im Regierungsbulletin vom Dienstag heisst.

Mit den Feuchtstandorten entlang des Bachs sowie den lichten Wäldern in den Hängen sei das Gebiet für die Tagfalterförderung von grosser Bedeutung – als Beispiel nennt die Regierung den Schillerfalter. Der Talkessel im Kernbereich des Röserntals eigne sich ausserdem ideal für ein grossflächiges Totalwaldreservat – ein Reservat, in welchem komplett auf Bewirtschaftung verzichtet wird. Damit werde die zweitgrösste Totalwaldreservatsfläche im Kanton geschaffen und unter kantonalen Schutz gestellt.

Auch in Liesberg wurden Gebiete unter Schutz gestellt. Sechs derer sind neu im Inventar der geschützten Naturobjekte des Kantons zu finden: Es sind die Gebiete «Albachhollen», «Liesbergweid-Tannig», «Chestel», «Erhollen-Chlummen», «Hell» und «Oltme».

Einmaliges Biotop-Verbundsystem

Die Gemeinde Liesberg weise im Kanton die meisten bedeutsamen Naturobjekte auf. Selbst in den Biotop-Inventaren des Bundes sind fünf Liesberger Trockenwiesen und -weiden sowie zwei Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung zu finden. Dieses regionale Biotop-Verbundsystem von Trockenstandorten sei einmalig im Kanton.

Mit der Aufnahme der Gebiete komme man dem Ziel von 2003, 1100 Hektaren Nutzungsverzichtsfläche zu schaffen, näher ­– rund 912 Hektaren oder 83 Prozent sind damit erreicht. (ksp)

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