Liestal
Nach dem Nein zum Ortsbus: Stadtrat muss Ideen prüfen

Ein Ruftaxi oder Bus-Schlaufen zu Stillstandzeiten sollen das Problem der Liestaler Quartiererschliessung lösen.

Kelly Spielmann
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Nach dem Nein zum Ortsbus ist in Liestal nun unter anderem ein «Ruftaxi »Thema.

Nach dem Nein zum Ortsbus ist in Liestal nun unter anderem ein «Ruftaxi »Thema.

Zvg

Den Ortsbus hat die Liestaler Stimmbevölkerung im vergangenen September abgewiesen. Das Problem, dass einige Quartiere vom öffentlichen Verkehr abgeschnitten sind, beschäftigt aber noch immer, wie die gestrige Einwohnerratssitzung zeigte. Gleich mit drei Postulaten befasste sich der Einwohnerrat, alle drei wurden denn auch an den Stadtrat überwiesen.

Der Vorschlag «Ruftaxi statt Ortsbus» von Stefan Fraefel (CVP) und Yves Jenni (GLP) sorgte beim Stadtrat für wenig Begeisterung – er wollte die Lösung nicht prüfen. «Das Ruftaxi ist in vielen Unterbaselbieter Gemeinden ein Erfolgsmodell und verdient es immerhin, geprüft zu werden», fand Fraefel. Zu teuer sei ein Ruftaxi, fand hingegen Thomas Eugster (FDP), die Stadt habe ein strukturelles Defizit und müsse derzeit mit neuen Ausgaben warten. Das bürgerliche Lager äusserte sich so grösstenteils gegen eine Überweisung des Postulats, wurde aber mit 21 Ja- zu 16 Nein-Stimmen von Linksgrün überstimmt.

In die Quartiere fahren statt am Bahnhof warten

Neben dem Ruftaxi muss sich der Liestaler Stadtrat auch mit dem Postulat «Stillstandzeiten nutzen» von Domenic Schneider und Yves Jenni (beide GLP) auseinandersetzen. Geprüft werden soll unter anderem, ob Busse in Quartieren eingesetzt werden könnten, statt am Bahnhof zu pausieren.

Letztlich überwies der Einwohnerrat ein drittes Postulat zum Thema von Pascale Meschberger (SP): Sie fordert, dass Abklärungen zur besseren und kostengünstigeren Quartiererschliessung mittels ÖV veranlasst werden.

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