Landrat
Proteststimmen trüben die Wahl der Baselbieter Ombudsfrauen

Bei der Wahl der beiden ersten Staatsanwältinnen sowie bei der Wahl der Ombudsfrauen gab es Kritik im Baselbieter Landrat. In beiden Fällen wählten die Parlamentarier im Geheimen.

Dimitri Hofer
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Bei den Wahlen der beiden ersten Staatsanwältinnen und der Ombudsfrauen wurde Kritik laut im Baselbieter Landrat.

Bei den Wahlen der beiden ersten Staatsanwältinnen und der Ombudsfrauen wurde Kritik laut im Baselbieter Landrat.

Nicole Nars-Zimmer

Wahlen von Kantonsangestellten durch den Baselbieter Landrat sind in der Regel eine Formsache. Bei der Wahl der beiden Baselbieter Ombudsfrauen sowie der beiden ersten Staatsanwältinnen am Donnerstag sah es jedoch anders aus. In beiden Fällen wurde Kritik am Topsharing, also an der Tatsache, dass sich die Frauen die Stelle teilen, geäussert.

Moniert wurde dies vor allem von Parlamentariern der SVP. «Die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Topsharing sind nicht gegeben», sagte SVP-Landrat Hanspeter Weibel bei den beiden ersten Staatsanwältinnen. Bei den beiden Ombudsfrauen sorgte zudem deren Forderung nach einer höheren Vergütung für Unmut.

In beiden Fällen kam es zu einer geheimen Wahl. Die beiden ersten Staatsanwältinnen wurden mit 57 zu 0, die beiden Ombudsfrauen mit 60 zu 0 Stimmen gewählt. Die geheimen Wahlen sorgten wiederum bei CVP-Landrat Simon Oberbeck für ein geharnischtes Votum: «Wir geben hier als Baselbieter Parlament ein schlechtes Bild ab», sagte er. Oberbeck wünschte sich, dass das nächste Mal die Wahlen ohne «solch peinlichen Manöver» ablaufen.

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