Anwil
Jägerstübli-Wirt Mohler: «Der Gästekontakt bereichert unser Leben»

Die bz ist zu Gast bei Jürg und Gabriela Mohler im Restaurant Jägerstübli in Anwil. Die Gaststätte bietet authentische und frische Speisen an. Zudem berücksichtigen sie speziell regionale Lieferanten.

Simon Tschopp
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Jürg und Gabriela Mohler bieten ein saisonal wechselndes Jägerstübli-Menü an.Simon Tschopp

Jürg und Gabriela Mohler bieten ein saisonal wechselndes Jägerstübli-Menü an.Simon Tschopp

Simon Tschopp

Was ist speziell an Ihrer Gaststätte?

Jürg Mohler: Wir bieten unseren Gästen eine authentische, frische Küche an, in der sämtliche Gerichte von Grund auf selber zubereitet werden, wie Saucen, Suppen, Gemüse, Salate, etc. Bei uns kommen ausschliesslich regionale Lieferanten zum Zug: von Bauern das Gemüse, vom Metzger aus Oltingen das Fleisch, Mehle von der Wittnauer Mühle und Baselbieter Käse.

Weshalb lohnt sich ein Besuch in Ihrem Restaurant?

Weil man eine unverfälschte Küche mit ausgesuchten Weinen und Schweizer Bier in gemütlicher Atmosphäre geniessen kann.

Bieten Sie eine Besonderheit an?

Unser saisonal wechselndes Jägerstübli-Menü, das Oltinger Limousin-Rind oder Kalbskopfbäckli sind gefragt bei den Gästen. Auch Fisch- gerichte bieten wir an, da ich in einem Fischrestaurant Koch gelernt und in diversen grossen Hotels Erfahrungen gesammelt habe.

In welcher Preisklasse bewegen sich Ihre Menüs?

Zwischen 25 und 45 Franken. Über Mittag bieten wir Tagesmenüs an, von 16 bis 30 Franken. Es gibt immer ein vegetarisches Gericht sowie ein Tagesdessert.

Erfüllen Sie auch Spezialwünsche?

Ja. Wir haben regelmässig Bankette, bei denen wir selbstverständlich auf die Wünsche unserer Kundschaft eingehen.

Über das Wirtepaar

Jürg und Gabriela Mohler übernahmen 1995 als Pächter das Restaurant Jägerstübli in Anwil. Seit 1999 sind sie Eigentümer. Das Wirtepaar beschäftigt Kochlehrlinge, Küchen- und Servicemitarbeitende, die je nach Bedarf eingesetzt werden. Das Jägerstübli ist von Mittwoch bis Sonntag geöffnet.

www.jaegerstuebli-anwil.ch

Haben Sie vegetarische Menüs?

Wir bieten solche Gerichte auch à la carte an. Wir gehen ebenfalls auf Gäste mit diversen Intoleranzen ein, soweit es uns möglich ist. Das hat sich extrem verändert und wird stets bedeutender. Auch in der Kochlehre sind derartige Themen immer wichtiger.

Wie stehts mit Menüs für die Kleinen?

Wir haben eine Kinderkarte mit Schnipo, Nuggets und Fischstäbchen, bieten im Herbst Rehschnitzel und momentan Rindsfilet an.

Haben Sie viele Stammgäste?

Sehr viele, aber nicht nur aus dem Dorf. Wir haben ein grosses Einzugsgebiet vonseiten Aarau, Fricktal und natürlich dem Baselbiet und der Stadt. Der Stammtisch lebt vor allem von Dorfvereinen. 90 Prozent unserer Kundschaft sind für uns bekannte Gesichter.

Wer kommt sonst noch zu Ihnen?

Ausflügler, Wanderer, Velofahrer. Wir empfehlen uns für Bankette, Konfirmationen und Familienanlässe.

Weshalb sind Sie Gastwirt geworden?

Dank meiner Selbstständigkeit kann ich meine eigenen Ideen besser einbringen, als wenn ich angestellt wäre. In dieser Position ist man immer ein wenig gebunden, weil man sich anpassen muss. Ich bin unterdessen seit 23 Jahren selbstständig. Auch meine Lern- und Wanderjahre zuvor waren sehr interessant. Der Kontakt mit den Gästen bereichert unser Leben.

Was gefällt Ihnen an Ihrem jetzigen Beruf?

Die Kreativität, das Arbeiten mit Lebensmitteln, was ich sehr gerne tue. Es ist eine grosse Freude, wenn ich etwas herstellen kann und unsere Gäste sich an dem von uns Gebotenen erfreuen können.

Gibts auch Schattenseiten?

Die extremen Präsenzzeiten von morgens um 9 Uhr bis Mitternacht. An den freien Tagen sind administrative Arbeiten zu erledigen.

Lässt sichs gut leben als Gastwirt?

Wir sind zufrieden, wobei die Margen im Gastgewerbe klein sind. Als Angestellter würde ich mehr verdienen. Wir investieren das Geld, das übrig bleibt, laufend ins Haus für Reparaturen, neue Geräte und Renovationen, um den Werterhalt der Liegenschaft zu gewährleisten.