Landrat
Gregor Dill erleichtert: Kanton zahlt an das Sportmuseum

Mit einer knappen Mehrheit hat der Landrat entschieden, das Postulat von SP-Präsident Martin Rüegg, das Sportmuseum Schweiz mit 150 000 Franken mitzutragen, zu überweisen.

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Gregor Dill

Gregor Dill

Keystone

Gregor Dill, der Leiter des Sportmuseums Schweiz, stützt sich stolz und erleichert auf den mitgebrachten Goldhelm von Marie-Therese Nadig: Eben hat seine in der Schweiz einzigartige Institution mit ihrem Einfallsreichtum von allen Seiten höchstes Lob einstreichen können. Darauf entschied eine allerdings eher knappe Mehrheit (40 Ja zu 32 Nein, 6 Enthaltungen), dass Baselland in diesem partnerschaftlichen Geschäft mit Basel-Stadt gleichziehen soll.

Das Postulat von Sportmuseums-Stiftungsrat und SP-Präsident Martin Rüegg, den Basisbetrieb des Sportmuseums mit 150 000 Franken mitzutragen, geht damit als Auftrag an Bildungsdirektor Urs Wüthrich. Die Bürgerlichen tendierten eher zu nein, die CVP/EVP-Fraktion war «gespalten», SP und Grüne befürworteten die Unterstützung.

Als Staatsaufgabe in Frage gestellt

Dass sich in die schwärmerischen Töne zum Museum auch Skepsis zur Unterstützung mischte, hatte hauptsächlich zwei Ursachen. Zum einen zwinge die finanzielle Lage des Kantons zum Sparen, zum anderen sei es, wie Michael Herrmann (FDP) und Thomas de Courten (SVP) hervorhoben, keine Aufgabe des Staats, Museen zu tragen.

Sie warnten, dass ein Ja bei anderen Begehrlichkeiten wecken könnten, und Kulturdirektor Wüthrich hatte vergeblich daran erinnert, dass der Kanton Museumsprojekte zu unterstützen pflegt, aber keine Betriebsbeiträge entrichtet. (jg)

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