Gemeindeentwicklung
Nunningen will gemeinsam mit den Einwohnern die Zukunft planen

Wie soll die Zentrumsgemeinde im Jahr 2040 aussehen? Die Nunninger sind aufgefordert, ihre Ideen einzubringen.

Dimitri Hofer
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Nunningen ist für das Gilgenbergerland das Zentrum. Die Poststelle war schon mehrfach von der Schliessung bedroht.

Nunningen ist für das Gilgenbergerland das Zentrum. Die Poststelle war schon mehrfach von der Schliessung bedroht.

Nicole Nars-Zimmer

Es ist ein Bevölkerungsanlass, wie ihn Nunningen noch nicht erlebt hat: An einem Freitagabend und an einem Samstagvormittag Mitte September beruft die 2000-Einwohner-Gemeinde eine Zukunftskonferenz ein. Die Einwohnerinnen und Einwohner können gemeinsam mit den Gemeindeverantwortlichen über ihre Forderungen und Wünsche für die Thiersteiner Ortschaft diskutieren.

Nunningen nimmt im Gilgenbergerland, zu dem auch die kleineren Dörfer Himmelried, Fehren, Zullwil und Meltingen gehören, eine Zentrumsfunktion ein. Einkaufsmöglichkeiten, mehrere Restaurants, ein Altersheim und eine Poststelle befinden sich in der Gemeinde. Verändert sich die Ortschaft, hat das Auswirkungen auf die umliegenden Gemeinden.

Ideen sollen Eingang finden in das räumliche Leitbild

In Nunningen steht in diesen Tagen die Ortsplanungsrevision an. Als erster Schritt wird ein räumliches Leitbild für Nunningen erarbeitet, in welches die Ergebnisse der Zukunftskonferenz einfliessen sollen.

«Uns ist sehr wichtig, was die Einwohner denken»,

betont der Nunninger Gemeindepräsident Heiner Studer. An der Konferenz wolle man erfahren, was der Bevölkerung an Nunningen gefällt und was ihr noch fehlt.

Die Themen, die in zwei Wochen besprochen werden, seien vielfältig. «Ich denke, dass die Gestaltung des Dorfkerns, der Verkehr, die Schulen und das Vereinsleben sehr interessieren», sagt Studer, der Nunningen seit 2016 vorsteht. Für ihn sei wichtig, dass Nunningen seine Zentrumsfunktion für das Gilgenbergerland aufrechterhalten könne. Dafür lohne es sich zu kämpfen, wie der erfolgreiche Einsatz für den Erhalt der von der Schliessung bedrohten Poststelle gezeigt habe. Gleichzeitig sei es eines der Ziele, sich noch stärker für die Zusammenarbeit mit den anderen Gemeinden einzusetzen.

Und was fehlt dem Gemeindepräsidenten in Nunningen?

«Wünschenswert wäre in meinen Augen eine Begegnungszone für Jung und Alt. Das könnte ein Generationenhaus sein, in dem sich auch die Gemeindeverwaltung befinden könnte.»

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