Neue Legislatur
Der Dornacher Gemeindepräsident büsst an Macht ein

Dornach verliert bei der Gemeindeordnung seine Sonderrolle. Mit Start zur neuen Legislatur im Sommer wird der Gemeindepräsident weniger Macht haben.

Tobias Gfeller
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Gemeindeverwaltung Dornach mit Wappen

Gemeindeverwaltung Dornach mit Wappen

Roland Schmid/zvg

Die Dornacher Stimmbevölkerung stimmte am Sonntag, 10. Januar 2021, dem Wechsel vom Präsidial- zum Ressortsystem mit knapp 51 Prozent zu. Die Einführung des Ressortsystems war eine von vier Vorlagen, die in Dornach an die Urne kamen. Statt einer Gemeindeversammlung wurde wegen Corona eine Urnenabstimmung abgehalten.

Gemeinderäte erhalten mehr Kompetenzen

Im aktuellen Präsidialsystem verantwortet Gemeindepräsident Christian Schlatter (Freie Wähler) alle Geschäfte selber. Das Pensum des Gemeindepräsidenten wird mit dem Systemwechsel von 100 auf 50 Stellenprozent reduziert, die Anzahl Gemeinderäte von heute neun auf sieben beschränkt. Dafür erhalten die Gemeinderäte mehr Kompetenzen, da sie Ressorts vorstehen.

Nein zur Mehrzweckhalle, Ja zur Turnhalle

Klare Zustimmung von 60 Prozent gab es für den Kauf des Käch-Areals am Bruggweg. Dornach kauft die Parzelle, um Platz für die Erweiterung der Schulanlagen zu erhalten. Abgelehnt mit 55 Prozent Nein-Stimmen wurde der Bau einer Mehrzweckhalle beim Schulhaus Brühl für gut 14 Millionen Franken.

Der Bau einer Turnhalle mit Räumlichkeiten für eine Tagesstruktur war unbestritten. FDP und SVP stellten aber die Notwendigkeit des Mehrzweckteils der Halle in Frage. Das Budget, das ein Minus von knapp 300'000 Franken vorsieht, genehmigten rund 70 Prozent der Stimmenden. Bei allen Vorlagen lag die Stimmbeteiligung bei rund 46 Prozent.