Mister Schweiz
Den Titel für die Region knapp verpasst

Auch wenn der Titel in den Thurgau ging, hat die Nordwestschweiz doch gut abgeschnitten. Michel De Carolis aus Münchenstein wurde gar Zweiter und zeigt sich als fairer Verlierer.

Julia Gohl
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Michel De Carolis. key

Michel De Carolis. key

Nach zwei Monaten steht es endlich fest: Luca Ruch ist der neue Mister Schweiz. Damit ist aber auch klar: Michel De Carolis ist es nicht. Doch auch wenn der Thurgauer dem Baselbieter den Titel vor der Nase weggeschnappt hat, war es für die Nordwestschweiz ein erfolgreicher Abend: Der Münchensteiner Michel De Carolis wird Zweiter, Pascal Breitenstein aus Gelterkinden schafft es unter die Top Vier und der Breitenbacher Jonas Lutz findet sich unter den ersten Sechs wieder.

Die Nordwestschweizer Kandidaten zeigen sich zufrieden mit ihrem Abschneiden. «Wenn man noch zu zweit auf der Bühne steht, will man schon gewinnen», gibt Michel De Carolis zu. «Im ersten Moment war ich deshalb enttäuscht, aber dann wurde mir bewusst: Ich bin ja Zweiter.» Erst langsam habe er realisiert, was für ein gutes Resultat das sei. «Ich habe mich aus Spass und Neugier angemeldet und es dann soweit gebracht, unglaublich.»

«Eigentlich war mein Ziel die zweite Runde»

Pascal Breitenstein schaffte es zwar in die Top Sechs, schied dann aber aus. In die letzte Runde schaffte er es nur, weil er der Jury bei einem kurzen Vorgespräch besonders sympathisch war. Diese kann nämlich einen Kandidaten, der bereits aus dem Rennen ist, direkt in die Finalrunde katapultieren. Einstimmig fiel die Wahl auf den Gelterkinder. Mit seiner Platzierung ist dieser mehr als glücklich. «Eigentlich war mein Ziel die zweite Runde.»

Sogar ganz froh darüber, dass er nicht gewonnen hat, ist Jonas Lutz. «Dann habe ich nicht diesen ganzen Stress», findet der 24-Jährige. Deshalb sei er während der Wahl wohl auch nicht nervös gewesen und habe die Show in vollen Zügen geniessen können. «Ich wollte die erste Runde überstehen; und das habe ich geschafft.» Luca Ruch mag er wie seine Baselbieter Kollegen den Sieg gönnen: «Ich bin sicher, dass der Richtige gewählt wurde. Luca wird das garantiert gut machen.»

Kollegen in Zimmermannstracht

Wäre es bei der Ausscheidung um die Anzahl Fans gegangen, hätten die Nordwestschweizer wohl ähnlich gut abgeschnitten. Jonas Lutz’ Fangemeinde konnte locker mit der von Luca Ruch mithalten, der als Thurgauer in Kreuzlingen Heimvorteil genoss. Gleich mit mehreren Cars liess Pascal Breitenstein seine 85 Anhänger einfahren. «Meine Fans waren sicher die, die am meisten Lärm gemacht haben», erzählt er stolz. «Sie haben das Baselbieterlied gesungen; und meine Arbeitskollegen erschienen in der Zimmermannstracht.»

Nun geht es für die drei Nordwestschweizer erst einmal zurück in den Alltag. Dort wird sich zeigen, ob sich auch ohne Titel ein paar gute Gelegenheiten im Modebusiness ergeben werden. Viel gelernt hätten sie jedenfalls während ihrer Mister-Schweiz-Zeit, etwa Selbstsicherheit oder sich zu präsentieren. Und einig sind sich die drei schönen Männer aus der Region auf jeden Fall in einer Sache: Vergessen werden sie diese Zeit nie.