Daniel Urech
Ein Grüner will in der Krach-Gemeinde Dornach Präsident werden

Kantonsrat Daniel Urech steigt in der grössten Schwarzbuben-Gemeinde ins Rennen ums Gemeindepräsidium. Er ist überzeugt, dass dank der personellen Erneuerung wieder Ruhe und eine positive Stimmung in den Gemeinderat zurückkehrt.

Maximilian Fankhauser
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Daniel Urech ist 37, politisiert aber bereits seit rund 16 Jahren im Gemeinderat von Dornach. 2020 amtete der Grünen-Politiker zudem als Präsident des Kantonsrats und damit formell höchster Solothurner.

Daniel Urech ist 37, politisiert aber bereits seit rund 16 Jahren im Gemeinderat von Dornach. 2020 amtete der Grünen-Politiker zudem als Präsident des Kantonsrats und damit formell höchster Solothurner.

Juri Junkov

Herr Urech, Sie sind der erste Kandidat, der sich für die Wahl zum Gemeindepräsidenten von Dornach am 13. Juni stellt. Warum wollen Sie Gemeindepräsident werden?

Daniel Urech: Ich stehe an einem Punkt in meiner Biografie, wo dies gut passt – ich bringe die notwendige Erfahrung, die Energie und die Fähigkeiten mit. Als selbstständiger Rechtsanwalt und Notar kann ich das vereinbaren, da das Amt des Gemeindepräsidenten neu nur noch ein Pensum von 50 Prozent verlangt.

Die Fronten im Dornacher Gemeinderat sind verhärtet. Was wollen Sie tun, um diesen wieder zu vereinen?

Die momentane Situation ist für Dornach wirklich nicht einfach. Dank dem Wechsel vom Präsidial- auf das Ressortsystem und der starken personellen Erneuerung, die der Gemeinderat erfahren wird, bin ich aber zuversichtlich, dass wir das gemeinsam zustande kriegen. Anhand der Kandidierenden für den Gemeinderat bin ich optimistisch, dass die Aussicht für die Zusammenarbeit gut ist.

Was sind die Stärken und Schwächen der Gemeinde Dornach?

Das ist eine weitgreifende Frage für ein solch kurzes Gespräch (lacht). Eine Stärke der Gemeinde Dornach ist sicher die Lage in der Region Basel. Des Weiteren bringt Dornach eine wunderbare Landschaft und den reizvollen Platz zwischen Stadt und Land am Rande der Agglomeration mit. Was ich als Herausforderung, aber gleichzeitig auch als Chance sehe, ist unsere Zugehörigkeit zum Kanton Solothurn in Bezug auf die Zusammenarbeit mit den beiden Basel. Für überkantonale Angelegenheiten müssen wir immer einen zusätzlichen Effort leisten.

Was sind Ihre Ziele für die Gemeinde nach einer allfälligen Wahl?

Die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat und in der Gemeindeverwaltung sowie die erfolgreiche Einführung des Ressortsystems definiere ich als Hauptziel. Des Weiteren ist mir die Verwirklichung der Nachhaltigkeit in Bezug auf die Umwelt und die Natur sowie auch auf die Gemeindefinanzen ein wichtiges Anliegen. Ich will die gesunde Finanzsituation der Gemeinde auch in Zukunft aufrechterhalten.