Gewerbeverband
CEO der Stebler Blech AG wird wohl nicht Präsident des Gewerbeverbands

André Seiler, Chef der Nunninger Stebler Blech AG, wird wohl nicht Präsident des kantonalen Gewerbeverbands.

Balz Bruder
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André Seiler, CEO der Stebler Blech AG in Nunningen. (Archiv)

André Seiler, CEO der Stebler Blech AG in Nunningen. (Archiv)

Martin Toengi

Lange Zeit sah es so aus, als wäre das Rennen um die Nachfolge von Marianne Meister bereits gelaufen. Der Oltner Rechtsanwalt, Notar und SVP-Fraktionschef Christian Werner war einziger Kandidat für das Amt des Präsidenten des Kantonal-Solothurnischen Gewerbeverbands. Doch dann brachte sich vor der Kür durch den Zentralvorstand der Unternehmer André Seiler bei der Findungskommission ins Spiel. Der Solothurner ist Verwaltungsratspräsident und CEO der Stebler Blech AG. Das Traditionsunternehmen beschäftigt in Nunningen rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Und siehe da: Seiler schaffte es mit Werner aufs Ticket, das an die Präsidentenkonferenz ging. Diese hatte am Montag die Wahl zwischen dem lupenreinen Unternehmer und parteilosen Wirtschaftsmann Seiler und dem Einzelunternehmer und Gewerbepolitiker Werner. Es standen sich demnach zwei Exponenten mit sehr unterschiedlichem Profil gegenüber. Und entsprechend verschieden gearteten Zugängen zum Verband und zu dessen Rolle und Politik.

Die Präsidentenkonferenz machte es sich nicht einfach und führte eine Diskussion über die Meister-Nachfolge. Dabei ging es nicht nur um die beiden zur Wahl stehenden Personen, sondern auch um die Richtung. Verkörpert Seiler den klassischen Unternehmertyp, der zwar nicht apolitisch ist, aber weder einer Behörde noch einem Parlament angehört, ist die politische Komponente bei Werner ausgeprägter.

Deutliches Resultat

Am Ende lagen die Verhältnisse klarer, als gemutmasst worden war. Die Präsidentenkonferenz hob Christian Werner mit 22 zu 13 Stimmen auf den Schild, wie Geschäftsführer Andreas Gasche nach der Versammlung auf Anfrage sagte. Dabei spielte eine Rolle, dass Werner bereits im Gewerbeverband aktiv ist und klar signalisierte, er werde sein Amt im Fall einer Wahl als Gewerbe- und nicht als Parteivertreter wahrnehmen. Im Übrigen verzichtete die Präsidentenkonferenz darauf, den Delegierten eine «Auswahlsendung» zu unterbreiten. Werner wird als Einervorschlag zur Wahl empfohlen.