Flugshow-Unglück
Bundesanwalt ermittelt wegen tödlichem Absturz in Dittingen

Da nach dem Flugzeugunglück an den Dittinger Flugtagen nicht klar ist, ob der Pilot bereits beim Zusammenprall in der Luft verstorben ist, hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen von der Baselbieter Staatsanwaltschaft übernommen.

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Eines der abgestürzten Flugzeuge nahe eines Wohnhauses.
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Flugtage Dittingen 2015: Zwei Flugzeuge abgestürzt
Bruchstücke der Maschine liegen auf der Strasse.
Die Grasshoppers in der Luft – Sekunden vor dem Unfall
Das Team Grasshoppers: Einer der Piloten kam beim Absturz ums Leben, ein zweiter konnte sich mit dem Fallschirm in Sicherheit bringen. Der dritte Pilot war an der Kollision nicht beteiligt.
Die Behörden informieren über den Flugzeugabsturz in Dittingen
Stücke des grünen Flugzeuges neben einem Personenwagen.
Die Scheune ist stark beschädigt.
Sicherheitsbeamte sind vor Ort.
Das Flugzeug kam im Garten eines Einfamilienhauses mit zerstörten Fahrwerk und abgeknicktem Flügel runter, aber mit relativ intakter Führerkabine
Dicke Rauchschwaden nach dem Absturz in Dittingen, die Feuerwehr ist an der Arbeit.
Zwei Flugzeuge des Grashoppers Formationsteams sind in der Luft kollidiert.
Das Grashoppers Formationsteam.
Das Team Grasshoppers in der Luft.

Eines der abgestürzten Flugzeuge nahe eines Wohnhauses.

Leserfoto

Drei Monate nach dem Flugzeugunglück an den Dittinger Flugtagen hat die Bundesanwaltschaft in Bern eine Strafuntersuchung eröffnet. Die Bundesbehörden ermitteln wegen fahrlässiger Tötung und Störung des öffentlichen Verkehrs, wie Bundesanwaltschaftssprecherin Linda von Burg gegenüber der bz bestätigt. Gegen wen sich die Strafuntersuchung richtet, will die Bundesanwaltschaft allerdings nicht öffentlich machen.

Beim Zusammenstoss von zwei C-42-Leichtflugzeugen der südbadischen Fluggruppe Grasshoppers am 23. August stürzte ein Pilot tödlich in den Dorfkern von Dittingen ab, während sich der andere dank des eingebauten Bordrettungssystems retten konnte.

Da der tödlich verunglückte Pilot bereits bei der Kollision in der Luft ums Leben gekommen sein könnte, hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen von der Baselbieter Staatsanwaltschaft übernommen. Laut von Burg ergibt sich die Zuständigkeit des Bundes aufgrund des Luftfahrgesetzes, wonach allfällige an Bord eines Luftfahrzeuges begangene strafbare Handlungen der Bundesgerichtsbarkeit unterstehen. Die Ermittlungen dauern noch an.

Ob es tatsächlich zu einer Anklage kommt, wird in erster Linie von den Erkenntnissen der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) abhängen, die mit den Ermittlungen in technischer Hinsicht befasst ist. Laut Auskunft von Präsidentin Regina Weibel ist das Organisationskomitee der Dittinger Flugtage noch nicht über die Strafuntersuchung unterrichtet worden. (bos)

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